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Friday, den 03. September 2010 | 381 Besucher gestern
 

28.000 Zuschauer beim ADAC Eifelrennen 2010

Trotz waschechten Eifelwetters besuchten am vergangenen Wochenende 28.000 Zuschauer die 69. Auflage des ADAC Eifelrennens. Sie sahen beim - dem Namen nach - wohl traditionsreichsten deutschen Rundstreckenrennen zum Teil packenden historischen Motorsport und gelungene Show-Fahrten. Im 300km-Rennen für Tourenwagen und GTs auf der Nordschleife des Nürburgrings, das an die Tradition der Langstreckenrennen in der legendären „Grünen Hölle“ anknüpfte, siegte Wolfgang Pohl (Porsche 911 RSR).

Wolfgang Pohl auf dem Weg zum Sieg beim ADAC Eifelrennen (Foto: T. Schwede)
Wolfgang Pohl auf dem Weg zum Sieg beim ADAC Eifelrennen (Foto: T. Schwede)

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Abgesehen vom durchwachsenen Wetter kann man viel Positives über das ADAC Eifelrennen erzählen. Insgesamt fast 1.000 Oldtimer bzw. Youngtimer wurden von ihren Besitzern mit der Herausforderung Nürburgring konfrontiert. Dabei reichte die Auswahl von Formel-1-und Gruppe-C-Boliden über Formel-Junior- und Formel-3-Fahrzeuge aus den 60er Jahren bis hin zum gigantischen Feld des 300km-Rennens.

Schön – wenn auch recht kurz – war die Parade von Schaustücken aus dem Werksmuseum von Mercedes-Benz. Sechs Sportwagen, die vom Simplex aus dem Jahr 1902 bis zum Mercedes-Benz SLS AMG von 2010 reichten, dokumentierten wichtige Meilensteine der Marke mit dem Stern. Am Steuer der Fahrzeuge nahmen prominente Piloten Platz, die damit zum Teil auch einen Ausflug in die eigene Rennsport-Vita unternehmen konnten. So donnerte zum Beispiel Hans Herrmann, inzwischen stolze 82 Jahre alt, mit dem legendären „Uhlenhaut-Coupé“ um die Strecke.

Porsche-Pilot Wolfgang Pohl siegt beim Eifelrennen

Beim sportlichen Highlight des ADAC Eifelrennens konnte mit Wolfgang Pohl der Vorjahreszweite den Sieg holen. Und während der Pilot eines Porsche 911 RSR vor Jahresfrist das Rennen nur um wenige Meter verlor, fuhr er diesmal der versammelten Konkurrenz davon, um am Ende mit einem souveränen Vorsprung von 3:08.1 Minuten zu siegen. „Das ist für mich als Amateur etwas ganz Besonderes, das Eifelrennen gewonnen zu haben“, strahlte der Bielefelder anschließend. Denn mit dem Erfolg beim Eifelrennen reiht sich Pohl in eine Liste mit zahlreichen prominenten Vorgängern ein, die bereits beim Eifelrennen siegreich waren. Denn in der Glanzzeit des Eifelrennens siegten hier Größen wie Rudolf Caracciola, Tazio Nuvolari, Bernd Rosemeyer, Wolfgang Graf Berghe von Trips oder Jim Clark.

Wolfgang Pohl gewann ein schwieriges Rennen. Den besten Start erwischte zunächst Vorjahressieger Daniel Schrey, der im mit Trockenreifen ausgerüsteten Porsche 911 RS sich sofort an die Spitze setzte. Doch bei wechselhafter Witterung entwickelte sich ein Reifenpoker, bei dem die Piloten teilweise mehrfach zwischen Regenreifen und Slicks wechselten. „Mit den Regenreifen kam ich überhaupt nicht zurecht“, seufzte Schrey, „ich konnte mit ihnen einfach keinen Grip aufbauen.“ So blieb ihm schließlich nur übrig, sich in der Gruppe der Verfolger einzureihen, während der von Beginn an auf Regenreifen fahrende Pohl die Spitze übernahm, um dort seinen Vorsprung kontinuierlich auszubauen.

Vielleicht wäre Klaus Graf im BMW M1 in der Lage gewesen, die Porsche-Dominanz zu brechen. Denn der mit der wundervollen Lackierung "JA! Zum Nürburgring" geschmückte M1 lag in Schlagdistanz zur Spitze. Doch nach einem Leitplankenkontakt fiel der BMW weit zurück. Auch Jens Schäfer konnte in seiner Renault Alpine A110 die Zeiten der Spitze fahren. Kurz vor Rennende lag die gelbe Flunder auf Platz vier, musste dann aber vor Beginn der letzten Runde zum Nachtanken die Box anlaufen und verlor einige Plätze.

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