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Wochenendtipp: „ADAC Eifelrennen 2010“

Unter dem Traditionsnamen „Eifelrennen“ werden vom 18. bis 20. Juni 2010 mehr als 1.000 Oldtimer am Nürburgring zu bewundern sein. Gleich 16 Rennen, Revivalfahrten und Gleichmäßigkeitsprüfungen machen dabei den Grand-Prix-Kurs und die Nordschleife des Nürburgrings zu einem rasanten und rollenden Museum.

Beim Eifelrennen kehren viele Rennwagen auf der Nordscheife zurück
Beim Eifelrennen kehren viele Rennwagen auf der Nordscheife zurück
 

Bestandteil dieses Museums sind zahlreiche legendäre Fahrzeuge aus nahezu allen Epochen der Motorsportgeschichte. Die Auswahl reicht vom Mercedes Simplex aus dem Jahr 1902 bis zu den Startern der BOSS GP mit ihren Formel-1-, Indycar- und Champcarmodellen aus den 1990er Jahren. Damit treten beim Eifelrennen fast 100 Jahre Rennsport-Geschichte auf der Strecke an.

Und selbstverständlich wird dabei in besonderer Art und Weise an die Eröffnung des Nürburgrings im Jahr 1927 erinnert. Bei diesem Anlass steuerte Rudolf Caracciola einen Kompressor-Mercedes SSKL zum Sieg in der stärksten Sportwagen-Klasse. 2010 kehrt nun Caracciolas Rennwagen an den Nürburgring zurück und stellt sich im sog. „Elefantenrennen“ sogar einer echten Herausforderung. Am Samstag Abend steht für den weißen Elefanten von Mercedes-Benz das Duell mit dem legendären „Bentley Blower“ der „Bentley Boys“ auf dem Programm.

Dabei darf man auf den Ausgang des Rennens durchaus gespannt sein, denn der Bentley hat einiges vorzuweisen. Bis 1930 siegten die „Bentley Boys“ gleich fünfmal in Le Mans. Gemeinsam mit weiteren Vorkriegsmodellen können sowohl die Mercedes als auch die Bentleys abseits der Rennstrecke vor der Kulisse des historischen Fahrerlagers des Nürburgrings bewundert werden. In der seit den 20er-Jahren genutzten Original-Boxenanlage des „alten“ Rings treffen sich zudem Fahrzeuge klangvoller Marken wie Aston Martin, Lagonda, Alvis, Riley oder De Dion.

Sportlich besonders interessant sind die Rennen der CanAm- und Gruppe-C-Sportwagen sowie das 300 km lange Eifelrennen für Tourenwagen und GTs. Während die Sport-Prototypen des „Super Sports Cup“ und der „Gruppe C“ auf dem Grand-Prix-Kurs fahren werden, rennen die Teilnehmer des Eifelrennens am Sonntag ab 10:30 Uhr auf der Kombination aus Grand Prix Kurs und Nordschleife. Am Start stehen dabei genauso kleine Renner wie die fixen NSU TT oder Mini Cooper, als auch große Sportwagen vom Schlage eines Porsche 911 oder BMW M1.

DTM-Revival auf der Nordschleife

Direkt im Anschluß an das Eifelrennen finden – ebenfalls auf der Gesamtstrecke – Revival-Fahrten statt. Neben der im Jahr 2010 bei Oldtimer-Veranstaltungen fast obligatorischen Würdigung des 100. Geburtstags der Firma Alfa-Romeo kehren dabei auch zahlreiche Fahrzeuge aus der legendären Deutschen Rennsport-Meisterschaft (DRM) und der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) auf die Nordschleife zurückkehren.

Für die Fans, die sich Vielfach gern an diese spannende Motorsportepoche erinnern, ist das eine wundervolle Gelegenheit, um noch einmal Gruppe-5-Boliden der DRM oder die BMW M3 und Mercedes-Benz 190 aus der ehemaligen DTM in ihren angestammten Revier zu bewundern. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei sicherlich auch Tourenwagen- und Bergsport-Ikone Willi Bergmeister genießen. Bergmeister wird das Audi-Werkscoupé ausführen, das er in der Tourenwagen-EM des Jahres 1981 steuerte. Das heute einem Sammler gehörende Renngerät wurde in enger Kooperation mit Tuning-Altmeister Siegfried Spiess wieder in den originalen Werkszustand versetzt.

Ebenfalls auf der Strecke, wenn auch „nur“ auf dem Grand Prix-Kurs, werden sechs Supersportwagen aus dem Hause Mercedes-Benz die Besucher des Eifelrennens erfreuen. Dabei werden die Mercedes-Werksfahrer Hans Herrmann (82 Jahre), Dieter Glemser (71), Jochen Mass (63), Roland Asch (59), Bernd Mayländer (39) und der fünffache DTM-Champion Bernd Schneider (45) Schmuckstücke ausführen, die sonst nur im Werksmuseum bestaunt werden können. Mit einem Mercedes Simplex (Baujahr 1902), einem Mercedes-Benz SSK (1928), dem legendären „Uhlenhaut-Coupé“ Mercedes-Benz 300 SLR von 1955 („Uhlenhaut-Coupé“), einem Mercedes-Benz C111-IID, einem CLK GTR Roadster sowie dem brandneuen SLS AMG schlagen sie dabei für Mercedes-Benz eine spannende Brücke von der Vorkriegszeit bis zur Moderne.

Besucher des Eifelrennens stehen vor der Qual der Wahl

Denn an den drei Veranstaltungstagen sind die Nordschleife und der Grand-Prix-Kurs praktisch durchgehend von Rennfahrzeugen bevölkert. Zum Teil werden beide Streckenvarianten sogar unabhängig voneinander genutzt, so dass sich jeder Besucher sein eigenes Programm zusammenstellen kann. Dazu gibt es auch im Fahrerlager eine Menge zu entdecken. Entlang des breiten Boulevards, der sich von den Vorkriegsmodellen im historischen Paddock bis zum Club-Festival in der Mercedes-Arena zieht, reihen sich automobile Kostbarkeiten aneinander.

Tickets für das ADAC Eifelrennen gibt es an den Tageskassen des Nürburgrings. Die Palette der angebotenen Tickets reicht von der ermäßigten Karte am Freitag für 8,00 Euro bis zum Dreitagesticket für 34,00 Euro. Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt. Weitere Informationen rund um das Eifelrennen 2010 finden Sie unter adac-eifelrennen.de.



Nachtrag vom 21.06.2010:
Lesen Sie bitte auch unseren Bericht, der mehr als 100 Fotos vom ADAC Eifelrennen 2010 beinhaltet.

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