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Der doppelte Rücktritt - Erst BMW, dann Michael Schumacher

Das ist ja ein Tag. Erst verkündet BMW den Rückzug aus der Formel 1 zum Saisonende. Dann heißt es, dass mit Michael Schumacher der Rekordweltmeister der Formel 1 in ein Cockpit zurückkehrt. Als "Ersatzpilot" für Felipe Massa werde Schumacher in knapp vier Wochen in Valencia im Ferrari an den Start gehen.

BMW zieht sich also zurück

Von Toyota hat man dies wohl eher erwartet. Denn die Japaner aus Köln verbrennen seit mehreren Jahren die großen Etas der Branche und haben damit bisher eigentlich nichts erreicht. Im Gegensatz dazu hat man bei BMW eine Menge erreicht. Und auch wenn es - entgegen der eigenen Zielsetzung - 2009 nicht geklappt hat, um den Titel zu kämpfen, BMW hat sich erfolgreich in der Formel 1 etabliert.

Da kann der Vorstand nun noch so oft verkünden, dass der Ausstieg nur mit der Neuausrichtung des Konzerns zu tun hat. Kaum ein Beobachter mag dies glauben. Christan Danner und Marc Surer, beide lange mit dem Haus BMW verbunden, übten über die Medien ebenfalls scharfe Kritik am Ausstieg.

Immerhin besteht noch eine kleine Hoffnung. Denn Teamgründer Peter Sauber gehören bis heute 20% des Teams. Vielleicht kommt es ja unter altem Namen zu einer Fortsetzung der Formel 1 Aktivitäten im schweizerischen Hinwil. In Verbindung mit den Plänen der FIA zur Kostensenkung sollte dies möglich sein.

Unverhofft kommt oft

Am vergangenen Samstag um 12 Uhr hätte niemand einen Euro darauf gewettet, dass Michael Schumacher sich noch einmal dem Wettbewerb der Formel 1 stellen werde. Der Berater der Firma Ferrari hat vor mehr 12 Monaten das letzte Mal bei einem Test in einem aktuellen Formel 1 Auto gehockt. Das 2009er-Fahrzeug hat der Rekordweltmeister wegen des Testverbots bisher gar nicht bewegt.

Nun tritt Schumacher die Nachfolge seines langjährigen „Lehrlings“Felipe Massa an. Wir haben den Weltmeister in unserem Tippspiel soeben reaktiviert und wünschen ihm alles Gute. Doch wir sind gespannt welche Leistung Schumacher in Valencia zeigen kann. Denn wenn jemand auf seiner Homepage schreibt „... Obwohl das Thema Formel 1 für mich seit langem und komplett abgeschlossen war, kann ich aus Verbundenheit zum Team diese unglückliche Situation nicht ignorieren. ...“dann klingt das nicht nach dem Wettbewerbswillen, der für Michael Schumacher bisher immer so typisch war.

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