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Auf der Strecke wird gerannt!

Angesichts der politischen Auseinandersetzungen, mit der die Protagonisten der Formel 1 in den vergangenen Wochen und Monaten für Schlagzeilen sorgten, verliert man fast den Blick auf das Wesentliche. Aber nach der sportlichen Pause von drei Wochen wird am kommenden Sonntag endlich wieder gefahren. Auf dem Nürburgring wird um den Großen Preis von Deutschland gerannt.

Bernd Rosemeyer in seinem Auto Union Typ C am Nürburgring (Foto: Deutsches Bundesarchiv Bild 146-1989-015-35A)
Bernd Rosemeyer in seinem Auto Union Typ C am Nürburgring (Foto: Deutsches Bundesarchiv Bild 146-1989-015-35A)
 

Der Nürburgring feiert mit diesem Rennen endlich den Abschluss der groß angelegten Bauarbeiten, die dort seit zwei Jahren viel verändert haben. An der Start-Ziel-Geraden wurde eine neue Haupttribüne errichtet. Dazu kommen mit dem Neubau der Erlebniswelt, die eine Mischung aus Museum und Freizeitpark ist, mehrere neue Hotels, Gaststätten, eine Großraum Disco sowie eine Achterbahn. Sie verläuft zum Teil parallel zur Strecke und gilt als die schnellste Achterbahn der Welt. Mit diesen mutigen Investitionen möchte die zu 90% dem Land Rheinland-Pfalz gehörende Nürburgring GmbH neue Kunden in die Eifel locken, um die Gesamtauslastung der Anlage zu verbessern.

Es bleibt zu hoffen, dass dies gelingt. Denn bisher steht der Umbau nicht unter einem guten Stern. So legte in dieser Woche der rheinland-pfälzische Finanzminister Ingolf Deubel im Zuge der Diskussionen um die Finanzierung der Ausbaupläne sein Amt nieder. Zuvor waren - laut dem SPIEGEL - Gerüchte über illegale möglicherweise Geschäfte bei der Finanzierung des Freizeitzentrums in der strukturschwachen Eifel aufgetaucht.

Öffentliche Diskussionen in zahlreichen Internet-Foren zeigen, dass die klassischen Nürburgrings-Fans mit den meisten Neubauten an ihrer Lieblingsstrecke nichts anfangen können. Sie sehen in der Erweiterung für sich keinen Mehrwert. Dazu passt, dass der rheinland-pfälzische Rechnungshof in der Vergangenheit die Vorhersagen des Nürburgrings zur Besucherzahl kritisierte.

Zurück auf die Strecke

Für die Piloten der Formel 1 hat sich am Nürburgring nichts geändert. Der Streckenverlauf wurde im Zuge des Ausbaus nicht geändert. Die drei Wochen Pause haben alle Teams in ihren Werkstätten zur Weiterentwicklung ihrer Fahrzeuge genutzt. Wir werden am Ring sicherlich viele neue Fahrzeugteile bewundern können.

Das unberechenbare Eifelwetter hat in der Vergangenheit mehrfach in die Rennen eingegriffen. So erinnern wir uns noch gut an das Rennen vor zwei Jahren. Damals hatte Markus Winkelhock, der der Sohn des legendären Manfred Winkelhock ist, nach der Einführungsrunde als einziger die Regenwolken richtig gedeutet und war noch für dem Start auf Regenreifen gewechselt. Im prompt einsetzendem Regen konnte er bei seinem einzigen Grand-Prix in der zweiten Runde die Führung übernehmen, die er immerhin sechs Runden halten konnte.

Für Spannung ist gesorgt!

Am Sonntag sind ähnliche Geschichten möglich. Denn die Wetterdienste sagen für das um 14 Uhr geplante Rennen bisher Regen voraus. Jetzt tippen ...

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