Formel 1: Vom Tricksen und Kopieren
Bereits eine Woche nach dem Rennen in Australien finden an diesem Wochenende findet in Malaysia der dritte Lauf der Formel 1 Saison 2010 statt. Gestartet wird am Ostersonntag zur besten Frühstückszeit um 10 Uhr. Das Training am heutigen Karfreitag dominierte Lewis Hamilton im McLaren. Der Brite profitierte dabei auch vom legalen Trick seines Teams, das in den engen Regeln des moderenen Motorsports einen aerodynamischen Geniestreichs gefunden hat.
Jenson Button im McLaren MP4-25 (Foto: Andrew Griffith, CC-2.0, wikipedia)
Über eine kleine Hutze auf der Fronthaube sammelt der McLaren Luft, die mit einem Schlauch durch das Cockpit hindurch auf den Heckflügel geführt wird. Dort verursacht die Luft einen Strömungsabriss, verringert damit den Luftwiderstand des McLaren MP4-25 und sorgt so für eine Steigerung der Höchstgeschwindigkeit.
Vor einer Woche in Australien konnten die McLaren-Piloten in der Spitze rund 10 km/h schneller fahren als die Werks-Mercedes von Michael Schumacher und Nico Rosberg. Der Trick wird zum Trick, weil die McLaren-Piloten in den Kurven den Luftstrom stoppen können, damit der Heckflügel auch dort optimal wirken kann.
Zwar sind in der Formel 1 bewegliche Aerodynamikteile bereits seit gut 40 Jahren verboten, doch niemand kann den McLaren-Piloten verbieten, durch eine andere „Sitzhaltung“ die Cockpit-Lüftung zu schließen. Genauso wie das Tricksen gehört das Kopieren zum Motorsport. Gute Ideen haben immer recht schnell einen Nachahmer gefunden. Und so darf man gespannt sein, wann bzw. wie schnell die anderen Teams den Trick des McLaren-Teams kopieren werden.
Für Spannung ist also gesorgt!
Wie immer könnt Ihre Euche Tipps bis zum Start des Rennens am Sonntag um 10 Uhr abgeben. Jetzt tippen ...



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