Formel 1: Kunstflug um die Küchenlampe
Am Donnerstag dieser Woche feierte die Formel 1 ihren 60. Geburtstag und feiert dieses Jubiläum standesgemäß in Monte Carlo. Am Sonntag um 14 Uhr wird dort der Großen Preis von Monaco gestartet.
Lotus T107 in Monaco (Foto: Lotus)
Die Trainingsläufe am Donnerstag dominierte Fernando Alonso. Es war extrem eindrucksvoll wie der Spanier seinen Ferrari durch das Kurvenlabyrinth der 3,340 Kilometer langen Strecke zauberte. Für den Betrachter wird beim Zusehen leicht vorstellbar, welche Konzentrationsleistung die Piloten erbringen müssen, um ihre Rennwagen ohne Fehler durch das Kurvengewirr zu fliegen. Die Beherschung des Fahrzeugs erfordert die volle Aufmerksamkeit des Piloten. Die Strecke im Wettstreit mit 23 anderen Piloten 78 mal zu umrunden, bedeutet knapp zwei Stunden höchster körperlicher und geistiger Beanspruchung. Ein Formel 1 Rennen in Monte Carlo wirkt fast so, als würde eine Kunstflugstaffel Düsenjäger um die Küchenlampe fliegen!
In der heute um 14 Uhr anstehenden Qualifikation werden die Piloten versuchen, sich für das Rennen in eine möglichst gute Ausgangsposition zu manövrieren. Denn auf kaum einer anderen Strecke im WM-Kalender kommt dem Startplatz eine so hohe Bedeutung zu. Unter den bestehenden Voraussetzungen ist es extrem schwierig, auf der engen Strecke zu überholen. Am Donnerstag folgten hinter Alonso die Deutschen Nico Rosberg im Mercedes GP und Sebastian Vettel im Red Bull. Rekordweltmeister Michael Schumacher belegte den fünften Platz - knapp für dem Polen Robert Kubica. Die McLaren-Piloten Lewis Hamilton und Jenson Button wurden nur Siebter und Zehnter.
Im Kampf der Neueinsteiger Lotus, Virgin und HRT war mit Heikki Kovalainen erneut ein Lotus-Pilot der Schnellste. Wobei die Lotus und die Virgin inzwischen fast auf einem Niveau fahren. Ihr Rückstand auf die Spitze betrug im Training nur noch gut 3 Sekunden, während der schnellste HRT in Monaco deutlich mehr als 5 Sekunden auf die Spitze verlor. Für Karun Chandhok wurde eine Bestzeit von 1:20.313 notiert. Damit bewegte der Inder den von Dallara gebauten HRT auf dem Niveau der GP2-Fahrzeuge, die ebenfalls an diesem Wochenende in Monaco unterwegs sind. Schnellster GP2-Pilot war Pastor Maldonado aus Venezuela, für den eine Bestzeit von 1:20.476 gestoppt wurde.
Für Spannung ist also gesorgt!
Die Abgabe der Tipps ist bis zum Sonntag um 14 Uhr, wenn das Feld in die Informationsrunde startet, möglich. Jetzt tippen ...




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