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Thursday, den 09. September 2010 | 510 Besucher gestern
 

Glänzende Premiere der ADAC Deutschland Klassik

Ein im wahrsten Sinn des Wortes glanzvolles Debüt feierte am vergangenen Wochenende die „ADAC Deutschland Klassik“. Mehr als 100 meist vorzüglich aufpolierte Oldtimer-Schätze und Klassiker aus fast acht Jahrzehnten wurden von ihren Besitzern bei der „ADAC Deutschland Klassik“ in voller Pracht und Schönheit präsentiert. Das Oldtimer-Feld sorgte überall im Ruhrgebiet für Aufmerksamkeit und begeisterte dabei auch die zahllosen Zaungäste am Straßenrand.

EIn Borgward Hansa im Park der Villa Hügel (Fotos: ADAC)
EIn Borgward Hansa im Park der Villa Hügel (Fotos: ADAC)

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Die Ruhrmetropole Essen war der Ausgangspunkt für die täglichen Touren, bei dem das Oldtimerwandern gepflegt wurde. Den Premieren-Startschuss in Europas Kulturhauptstadt 2010 gab ADAC-Präsident Peter Meyer, der mit einem VW Fridolin, Baujahr 1972 auch selbst an den Oldtimer-Wanderungen der „ADAC Deutschland Klassik“ teilnahm.

ADAC-Präsident Peter Meyer mit einem VW Fridolin, Baujahr 1972 bei der ADAC Deutschland Klassik 2010
ADAC-Präsident Peter Meyer in einem
VW Fridolin von 1972 (Foto: ADAC)

Auf den Wander-Touren wurde deutlich, dass das Ruhrgebiet weit mehr zu bieten hat als Zechen, Fördertürme oder Industriegebäude. Denn zwischen den Inseln der Industriekultur verfügen Nordrhein-Westfalen und das Ruhrgebiet auch über Schlösser, historische Ortskerne, Klöster und Wasserburgen sowie wunderschöne Naturlandschaften. Sie beeindruckten die automobilen Wanderer auf den bis zu 160 Kilometer langen Tagesetappen nachhaltig.

Mit der beeindruckenden Kulisse verhalf der ADAC mit der „ADAC Deutschland Klassik“ dem Oldtimerwandern zu einer beeindruckenden Renaissance. Unter dem Motto „Genuss braucht Zeit“ griff man dabei eine Idee wieder auf, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Deutschland als Autowandern ihren Anfang genommen hatte und höchst populär war. So populär, dass Johann Baptist Winklhofer und Richard Adolf Jaenicke, die von ihrer „Chemnitzer Veloziped-Fabrik Winklhofer & Jaenicke“ produzierten Fahrzeuge ab 1905 als „Wanderermobil“ anboten.

Nachdem der Prolog, die Schlösser-Route und die Tour de Ruhr erfolgreich bewältigt waren, stand für das „Rollende Museum“ der ADAC Deutschland Klassik zum Abschluss ein Concours d´Elegance in der Essener Innenstadt auf dem Programm. In den drei Altersklassen gab es dabei folgende Sieger: In der Klasse III (Baujahr 1961-1980) setzten sich Cornelia Koch und Eberhard Buschmann (Bielefeld) im Porsche 911 3.0 Targa, Baujahr 1977 durch. Werner Reifferscheidt und Werner Obladen (Düren) mit ihrem Mercedes 300 SL "Flügeltürer", Baujahr 1955 gewannen die Klasse II (1945-1960). In der Klasse I (bis Baujahr 1945) überzeugten Ursula und Karl-Heinz Pohl (Bonn) mit einem wunderbaren Mercedes-Benz 320 Cabriolet A aus dem Jahr 1938 die Jury am meisten. Die Wertung "Bestes nicht restauriertes Fahrzeug" gewannen Helga und Dieter Kerscher (Ottobrunn) mit ihrem beigen Opel Olympia Rekord P1 aus dem Jahr 1959.

Europas größter Automobilclub plant, das ADAC-Oldtimerwandern künftig jedes Jahr in einer anderen Region Deutschlands durchzuführen. 2011 findet die Veranstaltung vom 30. Juni bis 3. Juli anlässlich des 125. Geburtstags des Automobils in Nordbaden statt. Start- und Ziel.Ort wird Karlsruhe sein.

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