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Runde 15 - Großer Preis von Singapur 2008

Mit dem Großen Preis von Singapur an diesem Wochenende feiert die Formel 1 nach dem Rennen in Valencia bereits zum zweiten Mal in dieser Saison eine Streckenpremiere. Doch das Rennen in Singapur ist gleichzeitig auch das erste Nachtrennen in der Formel-1-Geschichte. Die ersten Bilder, die uns gestern vom Freitagstraining auf dem „Marina Bay Circuit“ erreichten, versprechen eine großartige Show.

Singapur, das kleinste Land in Südostasien setzt sich mit diesem Auftritt eindrucksvoll in Szene. Die ersten Aufzeichnungen zu Singapur finden sich bereits in chinesischen Texten des 3. Jahrhunderts. Doch als 1819 Sir Thomas Stamford Raffles auf der unmittelbar vor dem Südende der Malakka-Halbinsel liegenden Insel eine Niederlassung der britischen Ostindischen Handelskompanie gründete, wohnten auf Singapur nur rund 20 malaiischen Fischerfamilien. Die Insel galt als Zufluchtstelle für Seeräuber, die in der Straße von Singapur auf Beutezug gingen.

Die Briten blieben bis 1962. Dann vereinigten Sie Singapur zu einer Föderation mit Malaya, Sabah und Sarawak. Seit 1965 ist Singapur vollständig souverän und unabhängig. Heute leben in Singapur rund 4,2 Millionen Menschen. Während Amtszeit des Premierministers Lee Kuan Yews von 1959 bis 1990 wurde der Lebensstandard kontinuierlich erhöht und Singapurs Wirtschaftskraft erheblich gestärkt. Als einer der vier Tigerstaaten schaffte Singapur innerhalb einer Generation den Sprung vom Entwicklungsland hin zu einer Industrienation.

Mit dem Formel 1 Rennen verschafft sich die Heimat der Violinistin Vanessa Mae jetzt weltweite Beachtung. Um die Formel 1 zur gewohnten Fernsehzeit in die europäischen Wohnzimmer zu bringen, hat man sich zur Durchführung des ersten Flutlichtrennen der Formel-1-Geschichte entschlossen. Die 5,067 Kilometer lange Strecke im Hafenviertel Marina Bay des Stadtstaats von Singapur wird dazu von fast 1.600 Flutlichtstrahlern perfekt ausgeleuchtet. Den notwendigen Strom für die rund 4.000.000 Watt starke Lichtinstallation erzeugen fast 20 Generatoren, die direkt an der Strecke stehen.

Die Strecke dürfte nach Monaco die zweitlangsamste Strecke des Jahres sein. Die Teams werden daher auf dem „Marina Bay Circuit“ sämtliche verfügbaren Flügel an ihren Fahrzeugen montieren, um über den Abtrieb für eine gute Traktion zu sorgen. Zusätzlich nutzten die Piloten gestern die Trainigszeit aus, um die mechanishe Abstimmung ihrer Rennwagen zu optimieren. Im Abschlußtraining, heute um 16 Uhr (MESZ) wird sich zeigen, wer dabei seine Hausaufgaben am besten erledigt hat.

Für Spannung ist also gesorgt

Die Abgabe der Tipps ist bis zum Start des Rennens am Sonntag, den 28. September um 14:00 MESZ möglich.

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