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Auf geht’s zur 2009er-Ausgabe unseres beliebten Tippspiels

Am kommenden Wochenende startet die Formel 1 mit dem Großen Preis von Australien in ihre Jubiläumssaison. Dies verspricht, 60 Jahre nach der Einführung der Formel 1, viel Spannung. Auch oder weil der Weltmeister in diesem Jahr vielleicht zum letzten Male mit Hilfe des klassischen Punktesystem ausgefahren wird. Ab 2010 sollen Siege stärker als die Punkte gewichtet werden. Eine Diskussion, die die Fans der Formel 1 spaltet, wie zahlreiche Diskussionen in Online-Foren und an Stammtischen belegen.

Für Unsicherheit vor dem ersten Saisonlauf, der am Sonntag um 08:00 unserer Zeit gestartet wird, sorgt, dass das technische Regelwerk der Formel 1 zur neuen Saison – wie wohl noch nie in ihrer Geschichte – stark überarbeitet wurde. Auf den ersten Blick wirken die Formel 1 Fahrzeuge der Saison 2009 daher etwas gewöhnungsbedürftig. Im Heckbereich fällt sofort der schmale und hohe Heckflügel ins Auge. Ebenso wie der extrem breite Frontflügel, den die 2009er-Fahrzeuge am Bug tragen. Waren bisher bewegliche Aerodynamikteile ausdrücklich verboten, können die Piloten diesen Frontflügel jetzt übrigens zweimal pro Runde vom Cockpit aus verstellen. Damit sollen die 20 Piloten ihr Fahrzeug auf der Strecke trimmen dürfen, um im Zweikampf besser auf den Vordermann aufschließen zu können.

Zum Glück kehren in diesem Jahr die profillosen Rennreifen zurück. So endet nach 11 Jahren das Zeitalter der von den Fans nie geliebten Rillenreifen. Ziel all dieser Umwälzungen ist, dass die Piloten mehr als bisher überholen können. Bisher verhinderte die Aerodynamik der Fahrzeuge ein allzu dichtes Fahren im Windschatten des Vordermanns. Mit einem gewissen Groll erinnern wir uns an Diskussionen im Training, wo der weit vor einem Piloten fahrende Wettbewerber eine bessere Zeit des Nachfolgenden mit seiner Windschleppe verhindert haben soll. Die FIA hat hier angesetzt und gemeinsam mit den Teams in einer Arbeitsgruppe die Spielregeln so definiert, dass das dichte Folgen und damit der Zweikampf „Fahrer gegen Fahrer“ wieder möglich sein soll.

„Kinetic Energy Recovery System” - die Revolution, die unter dder Haube steckt

Zusätzlich dürfen die Teams 2009 erstmals ein „Kinetic Energy Recovery System” - in Fachkreisen KERS genannt - einsetzen. Dabei handelt es sich um spezielle Auslegungen des Themas Hybridantrieb. Denn KERS speichert die beim Bremsen freiwerdende Energie. Die Piloten können diese dann später abrufen, um mit ihr die Beschleunigung ihrer Rennwagen zu unterstützen. In diesem Jahr dürfen so bis zu 82 PS für einige Sekunden pro Runde zusätzlich an den Antriebsstrang abgegeben werden. Während die Mehrzahl der Teams an elektrischen Lösungen arbeitet, will Williams ein Schwungradsystem nutzen.

Mit etwas mehr Ökö will sich die Formel 1 einen grünen Anstrich verpassen. Verständlich, denn die schnelle Hast wird heute mit Motoren veranstaltet, die rund 70 Liter pro 100 Kilometer verbrauchen. Auch wenn der spezifische Verbrauch in Gramm pro Kilowattstunde (g/kWh), den Techniker zum Vergleich der Kraftstoffeffizienz unterschiedlicher Motoren nutzen, moderner Formel 1 Triebwerke fast jeden Vergleich zu einem Serienfahrzeug standhält, möchten die Verantwortlichen mit der KERS-Einführung ein Zeichen setzen.

Da insbesondere in der Anfangsphase der Saison noch nicht alle Teams mit KERS an den Start rollen werden, erinnert das an die Turbozeit Anfang der 80er-Jahre. Damals konnten die Piloten den Ladedruck regeln, um ihre Position zu verbessern. Es wird spannend zu beobachten sein, wenn auf der Strecke zum Beispiel ein BMW-Pilot mit den 82-Extra-PS seines Elektromotors mit einem McLaren-Piloten kämpft, der zwar ohne KERS unterwegs ist, dafür aber sein Fahrzeug durch die Verteilung der Ausgleichsgewichte perfekt ausbalanciert hat.

Für Spannung ist also gesorgt!

Anders als die Formel 1 haben wir die Regeln nicht verändert. Nur die Optik der Seite haben wir zum Start der neuen Formel 1 Saison etwas angepaßt. Los, geht es am Sonntag um 8 Uhr unserer Zeit. Die Abgabe der Tipps ist jetzt möglich.

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