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Die Wall of Champions im Schatten der WM!

Im allgemeinen Fußball-Trubel kann man fast vergessen, dass auch die Formel 1 Weltmeisterschaft 2010 an diesem Wochenende ihrer Fortsetzung findet. Am Sonntag um 18 Uhr MESZ findet in Montreal der Große Preis von Kanada statt. Nach einem Jahr Pause kehrt die Formel 1 damit nach Nordamerika zurück und sorgt dabei für einen echten Saisonhöhepunkt.

Die Wall of the Champions auf dem Circuit Gilles Villeneuve (Foto: Christian Madden)
Die Wall of the Champions auf dem Circuit Gilles Villeneuve (Foto: Christian Madden)
 

Denn die Fahrer lieben den 4,361 Kilometer langen Kurs auf der künstlich aufgeschütteten Insel „Ile de Notre-Dame“, der über das Expo-Gelände von 1967 und an der olympischen Ruderanlage von 1976 entlang führt. Und auch wenn der Eindruck am Fernsehschirm ein anderer ist, die Piloten der Formel 1 fahren in Montreal nicht auf einer permanenten Rennstrecke. Seit 1978 werden einmal in Jahr die Parkwege auf der Insel zum „Circuit Gilles Villeneuve“. Den Rest des Jahres leben auf der Insel überwiegend Murmeltiere.

Der „Circuit Gilles Villeneuve“

Die nach dem ehemaligen Ferrari-Piloten Gilles Villeneuve bekannte Strecke gilt als anspruchsvoll für Mensch und Material. Denn die Streckenführung besteht aus langen Geraden, die zwischen langsamen Kurven und engen Schikanen eingebettet sind. Damit stellt der Kurs die Bremsen der Fahrzeuge vor extreme Anforderungen. Mehrmals pro Runde bremsen die Fahrer aus Geschwindigkeiten von mehr als 300 km/h stark ab, um ihre Rennwagen anschließend direkt aus den zum Teil sehr engen Kurven heraus wieder auf Höchstgeschwindigkeit zu bringen. Dieses Streckenprofil fordert nicht nur die Bremsen, es stellt auch hohe Anforderungen an die Traktion und die Motorleistung der Formel 1 Fahrzeuge.

Die Haarnadelkurve, der Wendepunkt der Strecke, bietet den Fahrern eine gute Gelegenheit zum passieren der Gegner. Berühmt ist die Strecke aber auch durch die „Wall of Champions“. Die Außenmauer der Schikane vor Start- und Ziel bekam ihren Namen 1999 als hier mit Damon Hill, Michael Schumacher und Jacques Villeneuve während des Rennens gleich drei Weltmeister verunglückten. Ironischerweise trug die Wand die Werbung „Bienvenue au Québec“ („Willkommen in Quebec“).

Im gestrigen Training dominierte Sebastian Vettel, der mit einer Bestzeit von 1:16,877 Minuten den zweimaligen Weltmeister Fernando Alonso im Ferrari auf Platz zwei und Nico Rosberg im im Mercedes auf Platz Drei verweisen konnte. Michael Schumacher, der bereits sieben Mal in Kanada gewinnen konnte, erreichte Platz neun. Bester Pilot der neuen Teams war erneut Heikki Kovalainen. Der Finne fuhr gestern 1:19,969. Damit lag der Finne nur noch 0,695 Sekunden hinter Jaime Alguersuari im Torro Rosso. Überraschend stark zeigten sich auch die Hispania Piloten Karun Chandhok und Bruno Senna. Sie wurden 20. bzw. 21. und belegten damit in der Wertung der Neueinsteiger die Plätze zwei und drei.

Für Spannung ist also gesorgt!

Das Rennen startet um 18 Uhr MESZ. Also optimal für einen langen Sportabend. Denn direkt im Anschluss steigt um 20:30 in Durban die deutsche Nationalmannschaft aktiv in die Fußball-Weltmeisterschaft ein. Jetzt tippen ...

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