Auferstehung einer Legende: FIAT 500 ABARTH
Knapp ein Jahr ist die Neuauflage des FIAT 500 inzwischen auf dem Markt. Jetzt liefert FIAT den knuffigen Kleinwagen ganz im Sinne der Tradition des Ursprungsmodells als FIAT 500 ABARTH mit einem 135-PS-Turbo-Motor aus. 1300ccm.de prüft, ob die Fortsetzung der Legende gelungen ist.
Quelle: FIAT
Fiat versteht den Kleinwagen, der auf die 2004 beim Genfer Auto-Salon Retro-Design-Studie „Fiat Trepiùno“zurückgeht, als Neuauflage des Fiat Nuova 500 von 1957. Dieser wurde von der Firma Abarth & Co zum Rennwagen weiterentwickelt. Mit dem jüngst vorgestellten FIAT 500 ABARTH knüpft Fiat eindrucksvoll an die Tradition starker Kleinwagen an.
Angetrieben von einem 1.368 ccm großen Vierzylinder mit Turboaufladung erreicht der 135 PS (99 KW) starke FIAT 500 ABARTH eine Höchstgeschwindigkeit von 205 km/h. Im Standardmodus liefert der Vierventiler ein reifenfeundliches maximales Drehmoment von 180 Nm. Im Sportprogramm, das auf Knopfdruck aktiviert werden kann, steigt das maximale Drehmoment auf 206 Nm an. Mit diesem Antrieb benötigt der FIAT 500 ABARTH für den Standardsprint von 0 auf 100 km/h laut Hersteller nur gute 7,9 Sekunden.
Mit dem optionalen „Esseesse-Kit“kann die Leistungsausbeute gegen einen Aufpreis von rund 3.500 Euro zzgl. Montage auf 160 PS gesteigert werden. Dies entspricht einer Literleistung von fast 117 PS. Damit erreicht der Floh eine Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h.
Für die Straße muss das reichen!
Denn die 200PS-Variante des „500 ABARTH ASSETTO CORSE“steht ausschließlich als Motorsportgerät zur Verfügung. Der Verzicht auf Dämmmaterial sorgt trotz der eingeschweißten Sicherheitszelle nach FIA-Norm im Vergleich zum Serienmodell für einen Gewichtsvorteil von 180 kg.
Optisch orientiert sich die auf 49 Stück limitierte hauptsächlich handgefertigte Sonderserie ganz eng am Vorbild des 695 Abarth Assetto Corse von 1964 sowie der Abarth 850 TC der 60er Jahre. Der „500 ABARTH ASSETTO CORSE“wird ausschließlich pastellgrau lackiert angeboten. Die Seite schmücken rote Streifen mit dem obligatorischen „ABARTH“Schriftzug; auf dem Dach befindet sich das Motiv einer Zielflagge.
Mit dem „500 ABARTH ASSETTO CORSE“wird Fiat übrigens auf die Rundstrecke zurückkehren. Eigens für den „500 ABARTH ASSETTO CORSE“wurde die „500 Abarth Trophy“ ins Leben gerufen, die auch im Rahmen der WTCC an den Start gehen wird.
Doch auch das Straßenmodell zeigt Streckenkenntnis
Denn ab Ende 2008 bietet FIAT für das Serienmodell des FIAT 500 ABARTH ein Navigationssystem mit umfangreichen Telemetrie-Funktionen an. Auf Wunsch zeichnet es während der Fahrt Informationen zur Drehzahl, der Geschwindigkeit und dem eingelegten Gang auf.
Erkennt das Gerät mit Hilfe seines eingebauten GPS-Sensors, dass der FIAT 500 ABARTH auf einer Rennstrecke bewegt wird, können diese Informationen in Bezug zur Strecke gesetzt werden. Alle Informationen sind nach dem Ende des Ausflugs abrufbar und können umfangreich ausgewertet werden.
FIAT gibt für den FIAT 500 ABARTH eine CO²-Emissionvon 155 g/km an. Der kombinierte Normverbrauch beträgt 6,5 l/100 km (nach RL 80/1268/EWG). Angesichts des Spaßpotentials, das der kleine Bolide bietet, dürfte das vielfach ein theoretischer Wert bleiben. Denn der FIAT 500 ABARTH, der ab 18.100,– EUR bei den Händlern bestellt werden kann, schreit gerade zu nach einer sportlichen Fahrweise.
Unser Fazit:
Mit dem FIAT 500 ABARTH steht das zweite neuzeitliche Modell unter dem Zeichen des Skorpions bei ausgewählten Fiat-Händlern. Den Anfang machte vor einen halben Jahr der Grande Punto. Doch im Vergleich zum jetzt veröffentlichten FIAT 500 ABARTH war das ein eher müder Anfang. Denn der Zwerg bedient die Muster der vom Wiener Karl Abarth gegründeten Renn- und Tuningfirma deutlich besser als sein großer Bruder.
Denn schon „Carlo Abarth“verfolgte das einfache Konzept: Gewicht runter, Leistung rauf. FIAT gelingt mit dem FIAT 500 ABARTH eine gelungene Wiederbelebung dieses Prinzips.




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