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Buchtipp: Formula 1 in Camera: 1970-79

Die Formel 1 der 70er-Jahre war geprägt von großen Veränderungen: Zunächst wuchsen den Formel-1-Boliden Flügel und große Saugboxen. Dann experimentierten die Teams mit 6 Rädern. Und am Ende der Dekade saugten sich die Fahrzeuge an der Straße fest. "Formula 1 in Camera: 1970-79" würdigt diese Epoche.

Reine Wisell im Lotus 72 beim Race Of Champions Brands Hatch 1971 - Foto: Gerald Swan
Reine Wisell im Lotus 72 beim Race Of Champions Brands Hatch 1971 - Foto: Gerald Swan
 
Der Brite Paul Parke dokumentiert Mit „Formula 1 in Camera: 1970-79“alle wichtigen Meilensteine dieser Epoche. Parke hat dazu über 300 Fotos des bekannten Fotografen Rainer Schlegelmilch ausgewählt. Damit setzt der Autor Piloten wie Emerson Fittipaldi, Ronnie Peterson, Jody Scheckter, Clay Regazzoni, Niki Lauda oder Keke Rosberg ein Denkmal.

Daneben beschäftigt sich Parke in „Formula 1 in Camera: 1970-79“auch ausführlich mit den großen kommerziellen Veränderungen, die die 70er-Jahre mitbrachten. Während am Anfang der Dekade noch ausschließlich die Rennwagen im Mittelpunkt des Interesses standen, konnten die Teams während der 70er-Jahre dank der zunehmenden TV-Übertragungen auch externe Sponsoren für die Formel 1 begeistern. Die Werbung für Marken wie Gold Leaf, Yardley oder John Player machte die Autos schnell zu rollenden Litfaßsäulen.

Die Rennwagen der 70er: Lotus machts vor - die anderen Kopieren es

Mit dem Lotus 72, der 1970 beim Großen Preis von Spanien erstmals eingesetzt wurde, stellte Lotus erstmals eine keilförmige Karosserie mit seitlichen Kühlern vor. Die flache Schnauze, die unser britischer Sportfreund Gerald Swan hier 1971 beim „Race Of Champions Brands Hatch“deutlich eingefangen hat, verbesserte die Aerodynamik der Boliden deutlich.

Alle anderen Teams kopierten diese Bausweise sehr schnell. So verschwanden in den 70er-Jahren zunächst die rundlichen Kühleröffnungen am Bug der Rennwagen, die die Formel-1-Rennwagen der 50er und 60er-Jahre kennzeichnen. Mit Rennwagen mit 6-Rädern stellt Parke auch den nächsten Meilenstein der 70er-Jahre ausführlich vor. Während Tyrrell das Konzept mit dem Tyrrell P34 immerhin 1976 und 1977 für zwei Jahre lang relativ erfolgreich einsetzte, kam dieses Konzept bei March und Williams allerdings nie über das Test-Stadium hinaus.

Zu den 70er-Jahren gehören natürlich auch die Wing Cars. Wieder war es Lotus, die 1977 eine Revolution in Gang sezten. Der Unterboden des Lotus 78 war wie ein umgekehrter Flügel geformt und wurde mit seitlichen Schürzen abgedichtet. Mit dem dadurch entstehenden Bodeneffekt (engl.: ground effect) wurde der Lotus 78 förmlich auf die Straße gesaugt. Bereits kurze Zeit später bestand das Formel-1-Feld überwiegend aus Kopien des Lotus 78, wie Parke dank der Aufnahmen von Rainer Schlegelmilch eindrucksvoll zeigt.

"Formula 1 in Camera: 1970-79“in Stichworten

  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
  • Verlag: J H Haynes & Co Ltd
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 1859609600
  • ISBN-13: 978-1859609606
  • Größe und/oder Gewicht: 27,4 x 24,6 x 2 cm

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