Über den Toyota FCV habe ich hier in diesem Blog bereits mehrfach geschrieben. Im kommenden Frühjahr rollt das Auto mit Brennstoffzelle in Japan zu den Kunden. Kurze Zeit später dürfen auch Autofahrer in den USA oder in Europa auf das mobile Kraftwerk setzen. Es war zu erwarten, dass die Japaner damit einen Stein ins Rollen bringen und andere Hersteller mit weiteren Brennstoffzellenfahrzeugen nachziehen.

Die Antriebseinheit des Honda FCV Concept (Foto: Honda)
Die Antriebseinheit des Honda FCV Concept (Foto: Honda)

Honda macht dabei jetzt den Anfang. Mit dem Honda FCV Concept zeigt auch dieses japanische Unternehmen, wie es sich die Mobilität der Zukunft vorstellt. Für Ende März 2016 kündigt Honda die Serieneinführung der heutigen Studie an. Wie Toyota wird auch Honda zunächst den Heimatmarkt bedienen. Den Schritt nach Europa und in die USA wagt auch Honda erst in einem zweiten Schritt.

Das Auto mit Brennstoffzelle hat bei Honda eine lange Geschichte!

Denn bereits vor zwölf Jahren präsentierte Honda eine fahrfähige Studie mit Brennstoffzelle. In den folgenden Jahren stellte Honda immer wieder Studien und Konzepte zur Nutzung von Wasserstoff im Fahrzeug vor. Besondere Aufmerksamkeit widmete Honda dabei nicht nur der Brennstoffzelle selbst, sondern auch dem Thema „Versorgung“. Denn beim anstehenden Wechsel zu Nutzung von Wasserstoff benötigen Autofahrer weltweit eine Tank-Infrastruktur.

Die Tankstelle zum Honda FCV Concept (Foto: Honda)
Die Tankstelle zum Honda FCV Concept (Foto: Honda)

Unabhängig davon, ob der Wasserstoff an Bord des Autos in einer Brennstoffzelle zu Strom wird oder ob Wasserstoff als Brennstoff konventionelle Motoren befeuert. Honda stellt deshalb zusammen mit dem Honda FCV Concept eine Weiterentwicklung seiner Wasserstofftankstellentechnologie vor. Sie verfügt als sogenannte „Smart Hydrogen Station“ über ein Hochdruck-Elektrolyse-Modul, das lokal Vorort Wasser in Wasserstoff und Stauerstoff aufspaltet.

Innenraum der Studie Honda FCV Concept
Innenraum der Studie Honda FCV Concept (Foto Honda)

Man Maximum – Machine Minimum

Die Brennstoffzelle ist ebenfalls eine Eigenentwicklung von Honda. Stolz ist Honda auf die kompakten Abmessungen und die hohe Leistungsdichte. Der Brennstoffzellenstapel ist 33 Prozent kleiner als die bisherigen Versuchsträger. Die Leistungsdichte liegt bei 3.100 W/L und nahm damit um gleich 60 Prozent zu. Die kompakten Abmessungen ermöglichen, die Brennstoffzelle und den gesamten Antriebsstrang im Motorraum zu platzieren. Getreu dem alten Honda-Motto „Man Maximum – Machine Minimum“ kommt das dem Innenraum des Fahrzeugs zugute.




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Honda FCV Concept - Bis 2016 soll die Studie serienreif sein. (Foto: Honda)

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