Erst vor ein paar Tagen haben wir hier im Auto-Blog für echte Auto-Natives über die Rekordjagd auf der Nordschleife geschrieben. Porsche hat in der Eifel mit dem Übersportwagen Porsche 918 Spyder die Sieben-Minuten-Marke geknackt. Doch die Nordschleife gilt auch in anderen Fahrzeugklassen als Indikator für Sportlichkeit. Alfa Romeo schickte daher seinen neuen Kompaktsportler, den Alfa Romeo 4C ebenfalls in die „Grüne Hölle“.

Das passt schon deshalb gut, weil Alfa Romeo hier seit dem Bau der Strecke immer wieder große Erfolge feierte. Schon 1935 fuhr Tazio Nuvolari beim Großen Preis von Deutschland auf dem Ring für Alfa Romeo zum Sieg. Auch wenn dieser Erfolg hauptsächlich auf einen an diesem Tag großartigen Piloten zurückzuführen ist, schmückt sich Alfa Romeo bis heute gern mit diesem legendären Sieg über die deutsche Konkurrenz.

Genauso wie mit dem Husarenritt von Nicola Larini, der 1993 beim Gastspiel der DTM auf der Nordschleife für Aufsehen sorgte. Als Nordschleifen-Novize fuhr Larini im Alfa 155 V6 TI der versammelten Konkurrenz gnadenlos um die Ohren. In zwei Läufen, damals für die DTM jeweils zwei 100 Kilometer lange Rennen an einem Tag, siegte Larini mit dem 155V6 TI letztlich ungefährdet. Insofern hätte mich nicht gewundert, wenn Alfa Romeo auch seinen neuen Alfa Romeo 4C für den Ausflug auf die Nordschleife dem Italiener anvertraut hätte.

Der Alfa Romeo 4C auf der Nordschleife

Doch nach dessen Wechsel zu Chevrolet 2005 liegt offensichtlich eine gewisse Distanz zwischen Alfa Romeo und seinem ehemaligen Piloten. Daher verpflichtete Alfa Romeo für den Test des Alfa Romeo 4C auf der Nordschleife Horst von Saurma. Der ehemalige Chef-Redakteur der Autozeitschrift „sport auto“ gilt, nicht nur wegen des von ihm in der „sport auto“ etablierten Supertests, als intimer Kenner der Nordschleife.

Mit einer Zeit von 8:04 Minuten, die der Alfa Romeo 4C auf der Nordschleife für eine Runde benötigte, sorgte von Saurma damit zwar nicht für einen neuen Rekord. Trotzdem ist die Leistung beachtlich. Denn der Alfa Romeo 4C ist ja „nur“ mit einem Vierzylindermotor ausgerüstet. Vergleichsweise bescheidene 250 PS sorgen für Vortrieb. Der Alfa Romeo 4C liegt damit – wenn auch knapp – vor dem Porsche Cayman S (8:05 Minuten) oder dem BMW M5 (8:05 Minuten).

Den Kompaktsportler Toyota GT86 (8:45 Minuten) hängt der Alfa sogar um mehr als 40 Sekunden ab. Wer also die Nordschleifen-Performance unter Berücksichtigung des Preis-Leistungs-Verhältnisses betrachtet, kommt vermutlich kaum am Alfa Romeo 4C vorbei. Denn für „nur“ 50.500 Euro kann man die Nordschleife wohl nicht schneller umrunden.

 

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Der Alfa Romeo 4C auf der Nordschleife (Foto: Alfa Romeo)

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