Mit einem T-Roc genannten kompakten Crossover ergänzt Volkswagen im Herbst seine Modellpalette. Denn auch die Kernmarke des VW-Konzerns, dass das Thema SUV weltweit weiter eine Wachstumsgeschichte ist. Ich war heute Gast bei der Premiere des neuen VW T-Roc. Daher gibt es jetzt bei uns im Blog die ersten Fotos des neuen SUV aus Wolfsburg.

Inzwischen war ich mit dem neuen VW T-ROC bereits auf Probefahrt. Dabei bin ich ausführlich der Frage nachgegangen, wie sich der neue SUV aus Wolfsburg fährt.

Schon 2014 stellte Volkswagen auf dem Genfer Auto-Salon die mutige Studie T-ROC vor. Die Studie eines kompakten SUV glänzte mit knackigen Proportionen und einem progressiven Design. Dazu gefiel mir das herausnehmbare Dach des Dreitürer. Nicht nur, weil dieses coole Detail beim Serienmodell fehlt, wirft das Karosseriekleid des Serienmodells ein paar Fragen auf. Wer den neuen VW T-Roc vorurteilsfrei betrachtet, der sieht ein progressiv gestaltetes Auto. Damit ist der kompakte SUV von seiner Gestaltung her zurzeit der mutigste Volkswagen.

Tom bei der Sitzprobe im VW T-Roc
Tom bei der Sitzprobe im VW T-Roc (Foto: Milos Willing)

Das unterstreicht auch der Blick auf seine Wettbewerber. Denn der Wolfsburger trifft in seiner Fahrzeugklasse unter anderem auf Kontrahenten wie den Mazda CX-3 oder den Opel Mokka. Beide treten deutlich konservativer als der T-Roc auf. Der Volkswagen folgt stattdessen seinem Vetter aus Ingolstadt. Besonders an der C-Säule ist die Ähnlichkeit zum Audi Q2, den Karla und ich im Frühjahr ausführlich testen konnten, groß. Diese optische Nähe sorgte bei der Premierenfeier für einige überraschte Gesichter. Immer wieder fiel das Stichwort Badge-Engineering.

Erstaunlich, dass sich der VW-Konzern bei seinen kompakten SUV für so viel Ähnlichkeit entschied. Der Modulare Querbaukasten (MQB) – Grundlage aller modernen Kompaktfahrzeuge des Konzerns – kann mehr. Bester Beweis ist der nur etwas größere Skoda Karoq. Und es wird spannend, wie Seat seinen bisher namenlosen kompakten SUV einkleiden darf. Trotzdem will ich an dieser Stelle nicht in das allgemeine Geschrei zum Q2 mit VW-Logo einsteigen, das mein Facebook-Posting von der Premiere auslöste.

Dr. Herbert Diess bei der Premiere des VW T-Roc
VW-Markenchef Dr. Herbert Diess bei der Premiere des VW T-Roc (Foto: Tom Schwede)

Ich bleibe diplomatisch und schreibe, der neue T-Roc bezieht sich immer noch auf die 2014 präsentierte Studie und fällt jetzt also nicht plötzlich vom Himmel. Gäbe es den Audi Q2 nicht, dann würde heute vermutlich alle das mutige Design des T-Roc feiern. Denn zurzeit verfügt kein anderer Volkswagen über ein so modisches Kleid. Es erfordert zudem auch keine prophetische Gabe, um den Erfolg des neuen VW T-Roc vorherzusagen. Der kompakte SUV wird weltweit erfolgreich sein. Und könnte nebenbei dem Europameister Golf ein paar Kunden abjagen.

Wo ist das Design des T-Roc eigenständig?

Der breite Grill mit den integrierten Doppelscheinwerfern kennzeichnet den T-Roc klar als Volkswagen. Neu ist, dass Volkswagen die Tagfahrlichter und die Blinker getrennt von den Leuchteinheiten in den Stoßfänger integriert. Da ist chic. Das gibt es sonst bei Volkswagen so nicht. Die Zukunft wird zeigen, ob das der Nähe zum Q2 geschuldet ist oder ob diese Gestaltung das Zeug zum Erkennungsmerkmal von VW-SUV hat.

Interessant ist, dass der Wolfsburger den 4,19 Meter langen Audi Q2 um vier Zentimeter überragt und mit fast 1,82 auch etwas breiter als der Verwandte ist. Im Innenraum des T-Roc kehrt ein Designelement zurück, das es in Wolfsburg so lange nicht mehr gab. Denn wie einst beim Käfer trägt auch der neue T-Roc die Farbe seiner Außenhülle auf zahlreichen Designelementen. Am Heck fällt auf, dass die Rücklichter teil der Abrisskante sind. Ein Designmerkmal, das die Dynamik der Linienführung durchaus unterstreicht.

Fotos vom neuen VW T-Roc

Die Verantwortlichen von Volkswagen sprachen bei der Premiere davon, dass der neue T-Roc die Souveränität eines SUV mit der Agilität eines sportlichen Kompaktmodells verbindet. Das lässt sich bei einer statischen Premiere natürlich nicht überprüfen. Doch bereits jetzt ist klar, dass es im T-Roc sechs Benziner und Diesel gibt. Die Turbomotoren decken ein Leistungsspektrum von 115 PS (85 kW) bis 190 PS (140 kW) ab. Wobei die 190 PS-Versionen ausschließlich mit Allrad und DSG-Getriebe lieferbar sind.

Auf der IAA, die Mitte September in Frankfurt startet, feiert der neue T-Roc seine Messe-Premiere. Dann gibt es auch weitere Details zu den angebotenen Motorisierungen sowie zu den Preisen. Im Herbst steht der kompakte Crossover dann auch bei den freundlichen VW-Händlern. Preislich startet der T-Roc in Deutschland bei 20.000 Euro. Mal gucken, ob wir Euch dann auch einen Eindruck davon vermitteln können, wie sich der Neue auf der Straße schlägt.

Technische Daten

Abmessungen
  • Länge: 4.234 mm
    Breite (Ohne Außenspiegel): 1.819 mm
  • Höhe: 1.573 mm
  • Radstand: 2.603 mm
Motoren, Getriebe und Antrieb
  • 1.0 TSI Benziner, 85 kW / 115 PS, 200 Nm, 6-Gang-Getriebe, Frontantrieb
  • 1.5 TSI Benziner, 110 kW / 150 PS, 250 Nm, 6-Gang-Getriebe, Frontantrieb
  • 1.5 TSI Benziner, 110 kW / 150 PS, 250 Nm, 7-Gang-DSG, Frontantrieb
  • 1.5 TSI Benziner, 110 kW / 150 PS, 250 Nm, 7-Gang-DSG, Allradantrieb
  • 2.0 TSI Benziner, 140 kW / 190 PS, 320 Nm, 7-Gang-DSG, Allradantrieb
  • 1.6 TDI Diesel, 85 kW / 115 PS, 250 Nm, 6-Gang-Getriebe, Frontantrieb
  • 2.0 TDI Diesel, 110 kW / 150 PS, 340 Nm, 6-Gang-Getriebe, Frontantrieb
  • 2.0 TDI Diesel, 110 kW / 150 PS, 340 Nm, 6-Gang-Getriebe, Allradantrieb
  • 2.0 TDI Diesel, 110 kW / 150 PS, 340 Nm, 7-Gang-DSG, Frontantrieb
  • 2.0 TDI Diesel, 110 kW / 150 PS, 340 Nm, 7-Gang-DSG, Allradantrieb
  • 2.0 TDI Diesel, 140 kW / 190 PS, 400 Nm, 7-Gang-DSG, Allradantrieb

 

1300ccm.de - Auto-Blog für Auto-Natives ist auch bei Facebook. Wir freuen und über ein Like.




Ähnliche Artikel


Infos zum Titelbild des Beitrags in diesem Auto-Blog:

VW T-Roc

Foto: Tom Schwede


8 Comments

    • Tobi Tobi Tobi Reply

      Ich weiß gar nicht, was Du hast. Der sieht doch klasse aus. Mal nicht so langweilig wie der übliche SUV-Kram in der Klasse!!!

  1. Ich fahre bisher den Jedi von Skoda, mein Mann hat den Roomster. Wir lieben Autos, die nicht so gewöhnlich sind. 🙂 🙂 🙂 Besonders die Front des T-ROC gefällt mir sehr gut. Deshalb glaube ich, dass das bei einem von uns Zwei das nächste Auto werden könnte.

  2. Silberlocke Reply

    Ihr habe sie doch nicht alle! Auch als VW wird das viel zu teuer.

    • Was bist Du denn für ein Vogel. Qualität hat einfach seinen Preis. Dafür fällt der nicht nach kurzer Zeit auseinander.

  3. Nikolaus Karl Reply

    Ich mag schon den Q2 nicht. Und mit einer anderenFront wird das nicht besser.

  4. Ich finde den chic. Und meiner Frau gefällt der auch. Denke, dass das unser nächster Wagen wird. Ich finde klasse, dass die bei VW den jetzt auch bauen tun. Denn dann wird das nicht so teuer wie das bei Audi ist.

  5. Ich finde den neuen Volkswagen T-Roc ziemlich gelungen. Er spricht ein licht verändertes Publik an, welche sich bisher nach anderen Herstellern umgesehen haben.
    Ich habe mir für kommende Woche einen Termin beim freundlichen Händler gemacht, bin gespannt wie das Auto sich fahren wird!

    LG Jens

Write A Comment