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Kfz-Versicherung: Autodiebstahl-Hitparade, die Sieger kommen von BMW, Land Rover und aus Berlin …

Quelle: lichtkunst.73 / pixelio.de

Jedes Jahr Ende September wird es (nicht nur) für autointeressierte Versicherungskaufleute spannend. Denn dann veröffentlicht der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) die Lieblinge der Autodiebe. Jetzt liegt die Auswertung für das Jahr 2013 vor.

Wie oft werden eigentlich Autos geklaut?

18.805 Autos, die gegen Diebstahl versichert waren, wurden im vergangenen Jahr entwendet. Bezogen auf die versicherten Fahrzeuge heißt das, dass im Durchschnitt eins von 2.000 versicherten Autos gestohlen wurden. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die absolute Zahl der Diebstähle um gut vier Prozent zu. Diebstahl hat also Konjunktur, denn 2012 wurden nur 18.063 Autos als gestohlen gemeldet.

Im Vergleich zu den 1990er-Jahren sind Diebe aber auch nicht mehr das, was sie einmal waren. Denn damals stahlen Langfinger in Deutschland pro Jahr noch mehr als 100.000 Fahrzeuge. Die Industrie wehrte sich mit Wegfahrsperren, die auch auf Druck der Versicherungen heute selbstverständlich sind. Mit den Wegfahrsperren verschwanden die Gelegenheitstäter, die mit dem gelaufen Auto von A nach B fuhren.

Welche Autos werden am häufigsten geklaut?

Das am meisten geklaute Auto ist der BMW X6 Xdrive 40D. Immerhin 2,19% der versicherten Fahrzeuge dieses Typs wurden im vergangenen Jahr geklaut. Durchschnittlich 47.404 Euro kostete das die Versicherungen.

Zweiter wurde der Lexus RX350, dessen Diebstahlsquote bei 1,52% lag. Dritter auf dem Podium wurde der BMW X70 (X5/X6 3.0 SD), von dem 1,49% der versicherten Fahrzeuge gestohlen wurden.

Das offenbart deutlich, dass die Lieblinge der Diebe SUV sind. Erst auf den vierten Platz folgt mit dem BMW M3 Coupé (1,31%) ein Fahrzeug einer anderen Fahrzeugkategorie.

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  1. BMW X6 Xdrive 40D
    Diebstahlrate 21,9 von 1.000 – Durchschnittsschaden 47.404 Euro
  2. Lexus RX350 (15,2 – 49.006)
  3. BMW X5/X6 3.0 SD (14,9 – 39.093)
  4. BMW M3 Coupé (13,1 – 37.101)
  5. Range Rover Sport 2.7 SD (11,4 – 43.252)
  6. Toyota Land Cruiser (10,4 – 39.678)
  7. Range Rover 3.0 TD (10,2 – 52.695)
  8. Audi S4 Avant 3.0 (9,5 – 38.420)
  9. VW T4 Caravelle, Multival 2.5 TDI (8,4 – 13.887)
  10. VW T5 Multivan California 1.9 TDI (7,9 – 18.521)

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Alle Zahlen im Überblick

Trotz dieser „Erfolge“ erreicht BMW in der Markenwertung nur den dritten Platz. Bezogen auf den versicherten Gesamtbestand der Marke wird nur jeder tausendste BMW entwendet. Bei Audi werden schon 1,2 von 1.000 Fahrzeugen gestohlen. Die Ingolstädter sind damit bei Autodieben etwas beliebter als ihre bayrischen Kontrahenten.

Doch auch das reicht nicht für den Spitzenplatz. Den sichert sich Land Rover. Immerhin 3,1 von 1.000 versicherten Land Rover wurden 2013 gestohlen. Das ist eine deutliche Veränderung zum Vorjahr. Denn 2012 wurden nur 0,5 von 1.000 versicherten Land Rover gestohlen.

Was kosten die Versicherungen diese Diebstähle?

Insgesamt zahlten die rund 100 in Deutschland tätigen Kfz-Versicherungen 264 Millionen Euro für Kfz-Diebstähle. Der durchschnittliche Schadenaufwand lag 2013 bei 14.003 Euro – über alle Diebstähle gerechnet. Beim Spitzenreiter BMW X6 Xdrive 40D lag der durchschnittliche Aufwand bei 47.404 Euro. Im Fall des zweitplatzierten Lexus RX350 wurden durchschnittlich 49.006 Euro fällig.

Wo wird geklaut?

Das Risiko Opfer eines Diebstahls zu werden, ist wie in den Vorjahren in Berlin am Größten. 3,5 von 1.000 versicherten Fahrzeugen wurden 2013 in der Hauptstadt gestohlen. Damit liegt Berlin deutlich vor Brandenburg, wo 1,8 von 1.000 Fahrzeugen gestohlen wurden, an der Spitze. Am Sichersten ist es im Saarland, wo nur 0,2 von 1.000 Fahrzeugen gestohlen werden.

Wie versichert man sich gegen Kfz-Diebstahl?

Das finanzielle Risiko eines Auto-Diebstahls deckt die Teilkasko-Versicherung. Ich empfehle dabei die Europa-Go (Werbung). Die meisten Kunden wählen dabei eine Versicherung mit Selbstbeteiligung. Das senkt oft deutlich die Prämie. Im Gegenzug trägt der Kunde einen Teil des Schadens selbst. Üblich sind Selbstbeteiligungen von 150, 300 oder 500 Euro.

Nach der Meldung des Schadens hat die Versicherung einen Monat Zeit, um den Schaden zu prüfen. Taucht das gestohlene Auto innerhalb dieser Frist wieder auf, muss der Versicherungsnehmer das Auto zurücknehmen. Anderenfalls zahlt die Versicherung den Wiederbeschaffungswert. Wobei in den ersten zwei Jahren nach der Zulassung oft auch eine Neuwagenentschädigung möglich ist.


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