Mit der Tokyo Motor Show neigt sich das Jahr der großen Automessen langsam dem Ende zu. Mazda präsentierte in seiner Heimat ein aufregendes Coupé. Die Studie Mazda VISION COUPE gibt einen Ausblick auf die Formensprache zukünftiger Autos von Mazda. Die Studie ist wunderschön und sorgt bei mir für eine gewisse Altersmilde.

Ich habe hier im Blog schon öfter geschrieben, ich mag einfach große Coupé und GT. Ihr sportliches und elegantes Erscheinungsbild hat es mir seit frühster Jugend angetan. Tragen dann auch noch nur zwei Säulenpaare das Dach, dann ist es um mich endgültig geschehen. Sofort denke ich an das Delahaye Type 135 Coupé mit einer Karosserie von Pourtout oder den legendären Bugatti Type 57 SC Atlantic. Beides definitiv Klassiker für die Ewigkeit!

Ein Coupé hat zwei Türen – Ausrufezeichen!

Heute ist diese Fahrzeuggattung selten. Audi leistet sich mit dem Audi A5 noch einen typischen Vertreter. Ansonsten gilt eher, dass die alten Grundsätze erheblich wanken. Früher, als mein Interesse an Auto entfachte, gab es nämlich eine einfache Definition: Eine Limousine hat vier Türen, ein Coupé hat zwei Türen. Wird es dabei etwas knackiger, sprach man von einem Sportwagen. In der modernen Autowelt ist diese Aufteilung Schnee von gestern.

Selbst in der Oberklasse gibt es inzwischen viertürige Autos, die ihre Hersteller als Coupé bezeichnen und die in meiner Welt Fließheck-Limousinen sind. Ein typisches Beispiel kommt auch hier aus Ingolstadt. Denn der A7 ist, auch wenn er ansonsten durchaus zu gefallen mag, beim besten Willen kein Coupé. Noch weniger ist die Bezeichnung Coupé bei ausgesprochen häßlichen Autos wie dem Mercedes GLE Coupé angebracht, die ansonsten als SUV daherkommen.

Meine Meinung dazu habe ich oft genug beschrieben. Und zur Ehrenrettung des Stuttgarter Autobauers sei nochmals auf den wunderbaren Mercedes AMG GT verwiesen. Dessen Formgebung hat alles, was mich schwärmen lässt. Womit ich zurück zu meinem eigentlichen Thema finde. Denn auch das Mazda VISION COUPE begeistert mich. Ich habe lange nicht mehr eine so hübsche Studie gesehen!

Mazda VISION COUPE begeistert sogar mit vier Türen!

Nach dem Mazda RX-Vision sorgt Mazda erneut mit einem wunderbaren Hingucker für Aufsehen. Doch beim Prototyp RX-Vision war klar, dass dieser kaum eine Chance hat, die Serienreife zu erreichen. Das ist beim Mazda VISION COUPE anders. Bis auf ein paar Details, die einfach zu ändern wären, könnte diese Vision tatsächlich bei den Händlern stehen.

Seitenansicht (rechts)
Seitenansicht (rechts)
Frontansicht
Frontansicht
Heckansicht
Heckansicht
von oben
von oben
Innenraum
Innenraum
RX Vision und Mazda VISION COUPE
RX Vision und Mazda VISION COUPE

Keine Ahnung, ob Mazda das plant. Aber es wäre zumindest vorstellbar. Und Mazda hat schon oft bewiesen, dass die Verantwortlichen den Mut haben, unkonventionelle Autos zu verkaufen. Das beste Beispiel ist die Existenz des Mazda MX-5. Der Roadster debütierte 1989. Zu diesem Zeitpunkt waren andere Roadster praktisch ausgestorben. Bis heute gibt es jede Menge Gründe, den kleinen MX-5 zu lieben.

Ich meine, auch die Studie Mazda VISION COUPE würde auf der Straße eine brillante Figur machen. Selbst wenn diese Vision des japanischen Autobauers für einen Puristen wie mich zwei Türen zu viel hat. Diese Studie gefällt mir sogar mit vier Türen. Als ich diesen Satz schreibe, wundere ich mich über mich selbst. Scheint fast so, als ob die großartige Form dieses Mazda mir eine gewisse Altersmilde entlockt.

 

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Mazda VISION COUPE

Foto: Mazda