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Comeback auf dem Lkw-Dach für das Michelin Männchen

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Er ist wieder da! Nein, es geht mir nicht um die glücklicherweise fiktive Auferstehung eines Schnauzbartträgers. Zurückkehrt das Michelin Männchen fürs Lkw-Dach. Die Pressemeldung des französischen Reifenherstellers zum Comeback dieser Galionsfigur weckt bei mir zahlreiche Kindheitserinnerungen.

Denn in den 1970er-Jahren war die Bibendum genannte Figur ein regelmäßiger Weggefährte. Damals entdeckte ich – vornehmlich auf dem Rücksitz des Autos meiner Eltern – die Welt. Flug- oder Bahnreisen gab es in meiner Kindheit nicht. Im Urlaub entdeckten wir mit dem Auto das Nordkap, Süd- und Osteuropa oder Großbritannien. Dazu besuchen wir regelmäßig meine Großeltern, die ab 1975 in die Nähe von Barcelona lebten.

Auf diesen Touren kamen schnell 5.000 oder mehr Kilometer zusammen. Auf vielen Lastern oder Bussen, die uns begegneten, zierte Bibendum die Kotflügel oder Dächer. Manchmal war der sympathische Franzose beleuchtet, um auch im Dunkeln seinem Job als Galionsfigur nachzugehen. Wahrscheinlich hoffte der Lenker des Lkws, durch seinen Begleiter von Reifenschäden verschont zu bleiben.

Vielleicht gab es Rabatte, wenn Trucker oder Busfahrer sich und ihr Gefährt mit Bibendum am Fahrzeug zum Markenbotschafter machten. Im Laufe der Jahre starb diese Sitte aus. Vermutlich war die optische Veränderung der Lkw und Busse Schuld am Aussterben der Galionsfiguren. Denn Kotflügel und lange Motorhauben verschwanden im Zeitalter integrierter Karosserien. Damit verloren Bibendum und andere Figuren ihren angestammten Platz.

Jetzt kehrt Bibendum zurück!

Ab Mitte August gibt die Neuauflage des Michelin Manns fürs Lkw-Dach. Rund 80 Euro kostet der 40 Zentimeter große Bibendum. Sie ist speziell für die Montage auf der Fahrerkabine konstruiert. Die modernisierte Figur ist erst die vierte Generation der Galionsfigur. Die erste Generation bot Michelin in den 1950er-Jahren an. Sie trug eine gelbe Schärpe und hatte die Füße standen parallel nebeneinander.

Michelin Männchen der Generation 2017 – Foto: Michelin

Die zweite Generation von 1966 ließ ihre Füße gemütlich verschränkt baumeln. 2003 verpasste Michelin Bibendum eine blaue Schleife und änderte bei dieser Neugestaltung die Proportionen des Körpers. Wie seine Vorgänger wird die neue Generation Sammler interessieren. Deshalb ist jedes Exemplar mit einem Hologramm mit fortlaufender Seriennummer versehen. Zudem bekommt der Käufer ein Echtheitszertifikat.

Das neue Michelin Männchen fürs Lkw-Dach kostet rund 80 Euro. Erhältlich ist es Tankstellen und Autohöfen entlang der Autobahn sowie im gut sortierten Reifenfachhandel. In Deutschland startet der Verkauf Mitte August. In Österreich kommt die Figur Anfang Oktober in den Handel.
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Infos zum Titelbild des Beitrags in diesem Auto-Blog:
Die Generationen 1955 (vorne), 1966 (Mitte) und 2003 (hinten) des Michelin Männchens fürs Lkw-Dach.

Foto: Michelin
 

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