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Ist der Mirrow Provocator das Auto der Zukunft?

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Aus Moskau kommt in diesen Tagen die Studie Mirrow Provocator. Sie bietet auf der Fläche eines Smart Platz für vier Personen. Und bietet auch sonst einige interessante Details. Doch hat der Provocator das Zeug dazu, die Autowelt zu verändern?

Die Frage, wie unsere Autos morgen aussehen, beschäftigt Autobauer seit der Erfindung des Automobils. Vieles dessen, was vorhergesagt wurde, wurde tatsächlich Realität. Andere Vorhersagen blieben utopisch. Auf Atomreaktoren als Antriebsquelle oder Autos, die längere Strecken fliegend zurücklegen, warten wir bisher vergeblich, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Trotzdem muss sich Mobilität weiterentwickeln!

Besonders, wenn das Auto in Ballungsräumen seine Existenzberechtigung bewahren will, muss etwas passieren. Neben der Frage nach dem Antrieb gehört dazu auch, wie viel Platz ein Auto beanspruchen darf. Dabei geht es nicht nur ums Fahren. Bereits heute darf in einer Megastadt wie Tokyo nur ein Auto besitzen, wer auch einen Parkplatz vorweisen kann – oder dessen Auto besonders kompakt ist. In Japan hat sich nicht nur deshalb die Kategorie der Kei-Cars etabliert.

In Europa zeigt Mercedes-Benz mit dem Smart, wie ein intelligentes Stadtfahrzeug aussieht. Doch der Smart bietet nur zwei Personen Platz. Toyota zeigte ab 2008 mit dem Toyota iQ, wie sich in einem Auto, das weniger als drei Meter misst, vier Personen unterbringen lassen. Doch nach sechs Jahren Bauzeit stellte Toyota den iQ ein. Weil sich nicht genügend Kunden für den Stadtwagen fanden, blieb der iQ ohne Nachfolger.

Mirrow Provocator – 2,70 Meter lang und Platz für vier Personen

Mit dem Mirrow Provocator stellt das russische Unternehmen Mirrowcars jetzt trotzdem einen extrem kurzen Viersitzer vor. Und das bei einer Fahrzeuglänge von nicht einmal 2,70 Metern. Das Konzept des Fahrzeugs folgt dabei dem Wohnungsbau. Dort ist seit inzwischen fast 100 Jahren üblich, fehlende Flächen durch das Wachstum in die Höhe auszugleichen. Im Fall des Provocator führt das zu einer Fahrzeughöhe von 2,04 Metern. Im Innenraum stehen davon 1,80 Meter zur Verfügung.

In Verbindung mit der Fahrzeugbreite von 1,98 Metern sprechen die Konstrukteure davon, dass im Inneren des Fahrzeugs mehr Platz als in einer E-Klasse von Mercedes-Benz zur Verfügung steht. Die Breite des Fahrzeugs wird auch benötigt, weil der Einstieg in den Provocator im Normalfall über eine Hecktür erfolgt. Seitliche Türen sind zwar vorhanden, aber nur als Notausstieg gedacht. Wobei ich so meine Zweifel habe, dass Kunden dieses Prinzip akzeptieren.

Beim Antrieb ist alles möglich!

Der großzügige Einsatz von Kunststoff und Leichtmetallen hilft, das Gewicht des Fahrzeugs zu senken. Das erscheint auch notwendig, um den Kraftstoffverbrauch zu senken. Denn beim Antrieb setzt Mirrowcars zunächst auf konventionelle Dreizylinder-Motoren, der die Vorderachse antreibt. Denkbar ist aber auch ein Hybridantrieb oder gar eine reinelektrische Version. Wobei die Entwickler die Batterien im Fahrzeugboden verstauen.

Nicht nur beim Antrieb setzen die Entwickler des Mirrow Provocator auf eine große Variabilität. Denn sowohl im Innenraum als auch bei der Außengestaltung denken sie daran, dem Kunden viele Wahlmöglichkeiten zu geben. Ähnlich wie beim Smart ist auch beim Provocator denkbar, das Aussehen durch „Body Panels“ zu individualisieren. Wobei das in meinen Augen immer eher eine theoretische Option ist. Denn die Außenhaut eines Autos ist eben kein Uhrenarmband, das man nach Lust und Laune austauscht.

Wie denkt Ihr über den Mirror Provocator?

Trotzdem ist der Mirrow Provocator ein interessanter Diskussionsbeitrag dazu, wie Autos in Zukunft aussehen können. Wie denkt Ihr darüber? Was haltet Ihr von dem Konzept des Fahrzeugs? Ich freue mich auf Eure Kommentare …

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Infos zum Titelbild des Beitrags in diesem Auto-Blog:

Bullig wirkt der Mirror Provocator. Kein Wunder, denn die Abmessungen des Mirrow Provocator sind fast quadratisch. (Foto: Mirrowcars)
 

7 Kommentare

  1. H.Kühnel

    Finde ich super, er wirkt schön bullig und ich hoffe das er gebaut wird den werde ich mir sofort kaufen.Das ist mit die beste Studie die ich in den letzten Jahren gesehen habe genau so was brauchen wir im Stadtverkehr Berufsverkehr und für kurze Urlaubstouren.
    Ich kenne schon mindesten 6 Personen die sich diesen Wagen sofort kaufen werden ,sobald er auf den Markt kommt.

  2. Ich finde ihn einfach nur geil!!!! Endlich mal was ohne großen schnick-schnack und zu einem annehmbaren Preis!!! Der Einstieg über die Hecktüre finde ich auch nicht so schlimm – alles eine Sache der Gewöhnung!!! Ich hoffe nur, dass er wirklich bald auf den Markt kommt und würde mich auch über mehr Infos diesbezüglich freuen!!

  3. Th. Dittrich

    Ein Lob an die Techniker und Zeichner für dieses Auto.
    Endlich mal ein Konzept für die Zukunft, ideal für die Stadt, klein und doch groß genug für die Familie und den Einkauf.
    Was machen eigentlich die ganzen anderen Hersteller, die dauernt vom Zukunfts Auto Reden ???
    Beim richtigen Preis würde ich das Fahrzeug sofort kaufen.
    Ich finde diese Studie Weltklasse und bin Überzeugt, bei einer Produktion und Markteinführung wäre das ein Welterfolg.
    Bitte baut dieses Auto.

  4. Heinrich B. Ludwig

    Gratulation: Endlich eine wirkliche Innovation, die geeignet ist, unsere Verkehrsprobeme deutlich zu mindern. Man stelle sich nur vor, sämtliche SUV, mit denen junge Muttis ihre Kleinen zum Kinderturnen und in die Musikschule kutschieren, würden durch solche Fahrzeuge ersetzt. Die Umweltbelastung wäre geringer und es gäbe mehr Platz auf Straßen und Parkplätzen.
    Ich selbst starte gerade einen Fahrdienst für Senioren und Behinderte. Wenn das Auto auf den Markt kommt werde ich meinen Fuhrpark auf den Provocator umstellen.

  5. Ich will es haben!!!

  6. Endlich mal ein Auto mit guten Ideen und zum super Preis.
    Ich will auch einen!!!

  7. Hier zeigt ein Hersteller endlich, daß es auch preiswert geht!
    Das Fahrzeug würde ich sofort kaufen, wenn es bei uns angeboten wird.

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