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Racing USA – Global Rallycross Beetle

Global Rallycross Beetle

Seit vier Jahren erobert Rallycross die USA. Die Sportart ist ganz nach dem Geschmack der amerikanischen Motorsportfreunde, da bei einem Rallycross-Wettbewerb viele kurze Rennen ausgetragen werden. Das maximiert die Spannung und schafft Werbepausen – im Land der unbegrenzten Werbung ein nicht unwichtiges Detail.

Das passt auch, weil die Sportart Rallycross von einem TV-Sender erfunden wurde. Am 4. Februar 1967 organisierte der britische TV-Sender ITV den ersten Rallycross Wettbewerb. Sieger war der spätere Le Mans- und Formel-1-Pilot Vic Elford, der mit einem Porsche 911 unterwegs war. ITV hatte einen leicht zu filmenden „egal was für ein Wetter ist Motorsport“ für seine Sendung „World Of Sport“ gesucht.

Die neue Sportart fand schnell auch den Weg auf das Festland. 1973 gab es erstmals eine europäische Serie, ab 1976 sogar mit dem Segen der FIA. In den 1980er-Jahren profitierte Rallycross vom Verbot der Gruppe-B-Monster im Rallye-Sport. Die bulligen Rennwagen fanden in der Rallycross-Europameisterschaft eine neue Heimat. Eine Randnotiz ist, dass mit Franz Wurz, John Button und André Albers drei Rallycross EM-Piloten Söhne haben, die Formel 1 Rennen bestritten.

Seit rund 10 Jahren ist Rallycross auch in den USA zu Hause

Inzwischen sind Rallycross-Piloten wie Ken Block, Tanner Foust, Ex-Formel-1-Pilot Scott Speed oder Ex-Rallye-Weltmeister Marcus Grönholm in den USA echte Stars. Sie locken die Fans in Scharen in die Stadien oder wenigstens vor die TV-Schirme. Kein Wunder, dass längst auch die Hersteller die Szene für sich entdeckt haben. Zumal 2014 aus der EM eine WM wird. Erst vor ein paar Tagen gab Peugeot sein Engagement in Rallye-Sport bekannt.

In den USA wechselte Tanner Foust im Winter von Ford zu Volkswagen. Das aktuelle Arbeitsgerät des Superstars ist ein Polo, der auf dem VW Polo R WRC von Rallye-Weltmeister Sébastien Ogier basiert. Doch der Polo ist nur eine Episode. Im Sommer werden Foust und sein Teamkollege Scott Speed zum RallyCross-Beetle wechseln.

Das allradgetriebene 560-PS-Geschoß entsteht zurzeit in Zusammenarbeit von Volkswagen of America und Andretti Autosport. Das Team von Ex-Formel-1-Pilot Michael Andretti gehört zu den ganz großen in der US-Rennsport-Szene. Neben seinen Engagemnt in der IndyCar Series war das Team auch schon in der ALMS, A1GP und zahlreichen Nachwuchsserien aktiv. Zudem wird Andretti im kommenden Winter in der Formel E starten.

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