Als gebürtiger Norddeutscher hatte ich für Berge noch nie viel übrig. Deshalb war mir das Internationale Inferno-Rennen Mürren bisher aus völlig unbekannt. Dabei hat das weltweit größte alpine Amateurrennen sogar einen eigenen Wikipedia-Eintrag. Dort lerne ich, dass sich bereits seit 1928 Unverzagte mit zwei Brettern an den Füßen eine 14,9 Kilometer lange Abfahrt hinabstürzen.

1.850 Ski-Fahrer, die nicht an den Weltcup-Rennen der Fédération Internationale de Ski teilnehmen dürfen, stellen sich jedes Jahr dieser Herausforderung. Das Spektakel geht auf den von Briten gegründeten Kandahar-Ski Club zurück. Was eine Brücke zu Land Rover schlägt. Denn der britische Autobauer nahm die Piste des Ski-Rennens jetzt mit dem neuen Range Rover Sport unter die Räder.

Dabei war der 510 PS starke Range Rover Sport 5.0l Supercharged, den ich auch schon fahren konnte, mit einem Tempo von bis zu 155 Kilometern pro Stunde unterwegs. Angesichts von einem Gefälle von bis zu 75 Prozent und der teilweise unwegsamen Strecke konnte der britische Rennfahrer Ben Collins am Lenkrad des SUV dieses Tempo nicht halten. Collins benötigte für diese besondere „Downhill Challenge“ insgesamt 21 Minuten und 36 Sekunden, was durchschnittlich 41,39 km/h entspricht.

Das Video des Range Rover Sport auf der Inferno-Strecke

Besonders im oberen Teil der Strecke konnte der 510 PS starke SUV nur verhalten Tempo machen. Große Steine und eine sehr schmale Strecke ließen keine hohen Geschwindigkeiten zu. Trotzdem lassen Pilot und Fahrer – im virtuellen Vergleich, weil der Range Rover im Sommer unterwegs war – selbst gute Ski-Fahrer deutlich hinter sich. Denn diese benötigen, wie wir bei Wikipedia lesen können, für die 2.170 Höhenmeter rund 45 Minuten.

Allerdings legen die Rennsieger die Strecke in nur 15 Minuten zurück, wie der Veranstalter auf seiner Webseite schreibt. Sie lassen damit den Range Rover Sport im virtuellen Vergleich deutlich hinter sich. Trotzdem bietet das Video teilweise eindrucksvolle Bilder. Auch wenn das Ganze mit Schnee sicherlich noch etwas spektakulärer wäre. Aber das sparen sich die Briten vermutlich wieder für den nächsten James Bond Film auf.

 

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Foto: Land Rover Deutschland