SEAT verändert sich. Ursprünglich war der Autobauer ein Spezialist für Kleinwagen. Nach der Übernahme durch Volkswagen drang SEAT zunehmend in die Kompaktklasse vor. 2003 folgte SEAT mit dem Altea dem Zeitgeist und stellte einen Van vor. Für den Erfolg des von Walter de Silva gestalteten Van spricht, dass der Altea bis 2015 satte zwölf Jahre optisch fast unverändert vom Band lief.

Auf einen Van folgen mehrere SUV!

Inzwischen ist das Interesse der Auto-Käufer an Vans stark zurückgegangen. Stattdessen sind SUV oder Crossover der heiße Stoff der Autoindustrie. Marktbeobachter schätzen, dass alleine das Segment der kompakten Fahrzeuge dieser Gattung bis 2020 auf fast 15 Millionen Exemplare pro Jahr anwachsen wird. Das wären gut zwei Millionen mehr kompakte SUV, als im vergangenen Jahr die Werke aller Autobauer verließen.

Von diesem Kuchen will sich auch SEAT ein gehöriges Stück abschneiden. Im Moment sieht es danach aus, dass das gelingt. Denn mit dem SEAT ATECA ist den Spaniern ein echter Coup gelungen. Der erste SUV aus Spanien verkauft sich hervorragend. Die Folge sind lange Lieferzeiten. Freunde von uns mussten zuletzt mehr als acht Monate warten, um ihren ATECA beim Händler in Empfang zu nehmen.

SEAT will diesen Drive nutzen und plant zwei weitere SUV. Für den SUV oberhalb des Erstlings ATECA sucht SEAT zurzeit einen Namen. Fans und Freunde der Marke konnten dazu ihre Ideen für Namen einreichen. Mehr als 10.000 unterschiedliche Vorschläge gingen ein. Bis zur IAA im September verdichtet SEAT diese Liste, um anschließend öffentlich über den Namen abstimmen zu lassen.

Unterhalb des ATECA ist SEAT schon zwei Schritte weiter. Denn schon seit einiger Zeit war klar, dass der kleinere SUV von SEAT den Namen ARONA tragen wird. Seit dieser Woche gibt es auch die ersten offiziellen Bilder des Neuen, die wir Euch natürlich nicht vorenthalten wollen.

Erste Bilder des neuen SEAT ARONA

Die Bilder zeigen ganz klar, dass der Neue auch für ungeübte Betrachter sofort als Bruder des ATECA zu identifizieren ist. SEAT bezeichnet das Design als „sportlich-dynamisch“. Ansonsten ist der ARONA ein typischer Vertreter seiner Gattung: Ein Auto mit leichtem Ein- und Ausstieg, in dem sich das Gepäck ganz einfach und unkompliziert verstauen lässt. Dazu bedient der Spanier die Bedürfnisse nach Komfort, Sicherheit und Individualität.

Ob Fahrassistenz- oder Infotainmentsysteme, ob City-Notbremsfunktion oder Fußgängererkennung, um nur einige Features zu nennen, bei den Ausstattungsmöglichkeiten lässt der Spanier kaum Möglichkeiten offen. Möglich macht das der Zugriff auf die sogenannte MQB-A0-Plattform der Konzernmutter Volkswagen. Mit ihr zieht, wenn der Kunde es wünscht, praktisch alles ins Auto ein, was heute Standard ist.

Ihre Individualität können die Kunden auch bei der Lackierung ihres ARONA ausleben. Denn SEAT orientiert sich hier beim Audi Q2 und lackiert den 4,14 Meter langen SUV auf Wunsch in einer feschen Zweifarblackierung. Denn wer will, der kann das Dach sowie die A- und die C-Säulen in Grau, Schwarz oder Orange lackieren lassen – unabhängig davon, welche Farbe der untere Teil der Karosserie trägt. 68 Kombinationen sind möglich.

Die Motoren des ARONA

Beim Antrieb können die Kunden zunächst zwischen drei Benziner und zwei Diesel wählen. Mitte 2018 ergänzt SEAT die Motorenpalette um einen 90 PS starken CNG-Motor. Das gibt es in dieser Klasse bisher nicht und geht auf die Pläne des VW-Konzerns, verstärkt auf komprimiertes Erdgas (CNG) zu setzen, zurück. Aus dem Pendlertest mit dem Audi A3 g-tron weiß ich, wie sparsam Erdgas sein kann. Deshalb wird das Thema CNG sicher auch in dem kleinen SUV funktionieren.

Aktueller Einstiegsmotor ist ein 95 PS starker Dreizylinder mit Benzindirekteinspritzung. Alternativ ist dieser Dreizylinder auch mit 115 PS lieferbar. Darüber rangiert der 150 PS starke Vierzylinder mit aktiver Zylinderabschaltung, den Freunde unseres Blogs aus unserem SEAT Leon ST kennen. Den 1,6 Liter großen Diesel gibt es ebenfalls in zwei Leistungsstufen. Auch hier bietet SEAT wahlweise 95 und 115 PS an.

 

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Foto: SEAT


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