Gestern Abend feierte Škoda die Weltpremiere seines neuen KAROQ. Der kompakte SUV tritt die Nachfolge des Škoda Yeti an. Was Auto-Natives über den Škoda KAROQ wissen müssen.

Mit dem KAROQ treibt Škoda seine SUV-Offensive voran. Denn Škoda weiß, dass SUV weltweit ein Wachstumsmarkt sind. Alleine das Segment der kompakten SUV war im vergangenen Jahr für rund 12,7 Millionen Exemplare gut. Bis 2020 soll dieses Segment um weitere gut zwei Millionen Fahrzeuge wachsen. Mit dem neuen Škoda KAROQ will sich die tschechische VW-Tochter ein auskömmliches Stück des Kuchens sichern.

Die Chancen stehen gut. Denn der neu entwickelte Škoda KAROQ bietet alles, was Škoda in den vergangenen Jahren erfolgreich machte. Auch der KAROQ verfügt über ein markentypisches großzügiges Platzangebot. Der kompakte SUV ist 4,38 Meter lang und 1,84 Meter breit. Damit liegt der KAROQ in der Länge deutlich unter seinem 4,70 Meter langen großen Bruder Škoda Kodiaq, den ich bereits fahren konnte.

Dank eines Radstands von 2,64 Metern verfügt aber auch der KAROQ über eine Kniefreiheit von 69 Millimetern. Trotzdem fasst der Kofferraum im Normalfall 521 Liter. Wer sich für die optionale verschiebbare Rückbank entscheidet, kann bis zu 588 Liter im Kofferraum transportieren. Ohne Verzicht auf die Sitzplätze in der zweiten Reihe. Mit umgeklappter Sitzbank verfügt der SUV über ein Transportvolumen von bis 1.810 Liter. Damit wird der KAROQ bei Bedarf zum Kleintransporter.

Platz ist nicht die einzige Stärke des Škoda KAROQ!

Denn der SUV bietet, wenn der Kunde es wünscht, eine reichhaltige Ausstattung. Besonders das Angebot der Fahrerassistenz beeindruckt. Ob Activs Cruise Control, Lane Assistent, Stau-Assistent oder Parkassistent. Ob Blind Spot Detect, Front Assist mit vorausschauendem Fußgängerschutz oder Emergency Assistent. Der Škoda KAROQ bietet alles, was der Technik-Baukasten des VW-Konzerns hergibt. Bisher durfte Skoda nicht das volle Programm nutzen. Ich erinnere mich noch an das Debüt des aktuellen Škoda Superb, der beim Marktstart noch ohne LED-Licht auskommen musste.

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Beim KAROQ sind solche Beschränkungen Vergangenheit. Im neuen KAROQ gibt es optional Voll-LED-Scheinwerfer und erstmalig bei ŠKODA mit einem programmierbaren digitalen Instrumentenpanel ein virtuelles Cockpit. Dazu ist der KAROQ auf Wunsch ein rollender WLAN-Hotspot. Mit ihm steht den Insassen während der Fahrt die Welt des Internets offen. Das Auto hält über sein integriertes LTE-Modul und eine eigene Datenkarte die Verbindung zur Außenwelt. Wobei das der Maximalausbau ist.

Welche Motoren gibt es im Škoda KAROQ?

Die Antriebspalette des KAROQ umfasst fünf Motorvarianten – zwei Benziner und drei Diesel. Die Leistungsspanne reicht von 115 PS (85 kW) bis 190 PS (140 kW), die Hubraumgrößen betragen 1,0, 1,5, 1,6 und 2,0 Liter. Alle Motoren sind Direkteinspritzer, verfügen über einen Turbo und erfüllen die Euro-6-Norm. Start-Stop-Automatik und die Rückgewinnung der Bremsenergie helfen beim Senken des Kraftstoffverbrauchs.

Was kostet der Škoda KAROQ?

Beim Vorgänger Škoda Yeti lag der Einstiegspreis zuletzt bei 23.580 Euro. Bei den Preisen für den neuen KAROQ hält sich Škoda noch bedeckt. Ich gehe aber davon aus, dass der Dreizylinder-Benziner beim Preis deutlich unter dem Preis des Vorgängers liegen wird. Möglicherweise sogar in der Region des Schwellenpreises von 20.000 Euro. Im zweiten Halbjahr 2017 wissen wir mehr, denn dann führt Škoda den neuen SUV offiziell auf dem Markt ein.

Technische Daten

Abmessungen
  • Länge: 4.382 mm
    Breite: 1.841 mm
  • Höhe: 1.605 mm
  • Radstand: 2.638 mm
Motoren, Getriebe und Antrieb
  • Dreizylinder-Benziner, KAROQ 1,0 TSI 85 kW (115 PS)
  • Dreizylinder-Benziner mit DSG, KAROQ 1,0 TSI DSG 85 kW (115 PS)
  • Vierzyinder-Benziner mit Zylinderabschaltung, KAROQ 1,5 TSI ACT 110 kW (150 PS)
  • Vierzyinder-Benziner mit Zylinderabschaltung und DSG, KAROQ 1,5 TSI ACT DSG 110 KW (115 PS)
  • 1,6-Liter Diesel, KAROQ 1,6 TDI 85 kW (115 PS)
  • Diesel mit DSG, KAROQ 1,6 TDI DSG 85 kW (115 PS)
  • 1,6-Liter Diesel, KAROQ 2,0 TDI 110 kW (150 PS)
  • 1,6-Liter Diesel mit DSG, KAROQ 2,0 TDI DSG 110 kW (150 PS)
  • Allrader mit 2,0-Liter Diesel, KAROQ 2,0 TDI 4×4 110 kW (150 PS)
  • Allrader mit 2,0-Liter Diesel mit DSG, KAROQ 2,0 TDI 4×4 DSG 140 kW (190 PS)



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Skoda KAROQ bei der Weltpremiere in Stockholm

Foto: Skoda