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Toyota FT-1 – spannende Toyota-Studie in Detroit

Toyota FT-1 in Detroit

Zu den Stars in Detroit gehört die Toyota-Studie FT-1. Nach dem Comeback der Celica als GT86 kündigt die Studie „Future Toyota 1“ nun möglicherweise das Comeback der Supra an. Das wäre nur konsequent, denn Sportwagen haben bei Toyota eine lange Tradition – auch wenn Toyota selbst die Studie FT-1 bisher „nur“ sehr zurückhaltend als Konzeptfahrzeug für eine künftige Toyota Sportwagen-Designsprache bezeichnet.

Toyotas Sportwagen-Tradition beginnt mit dem unvergessenen Toyota 2000GT. Weil Japans Nummer 1 damals der Mut fehlte, den GT in größeren Stückzahlen herzustellen, blieb der 2000GT mit 337 gebauten Exemplaren ein Exot. Trotzdem gilt der 1967 vorgestellte Sportwagen heute als Urvater des Japan-Styles.

Nach dem Datsun mit dem offensichtlich vom Toyota 2000GT inspirierten Datsun 240Z in Amerika erfolgreich war, traute sich auch Toyota etwas mehr Sportlichkeit. Zunächst mit der Celica und ab 1978 mit ihrem „Spin-off“ Supra. Denn zwei Modellgenerationen lang war die Supra das Spitzenmodell der Celica.

Liebling der Tuner und Drifter

Erst als Toyota die Celica 1986 auf Frontantrieb umstellte, wurde die Supra eigenständig. In Deutschland gab es die Supra ausschließlich mit einem herausnehmbaren Dach – inspiriert vom Porsche Targa. Standard war ein Sechszylinderreihenmotor, der es später auch in einer Turboversion gab. Das lockte die Tuningfreunde, die mit erhöhtem Ladedruck die Leistung ihrer Motoren teilweise beachtlich steigerten.

Dieser Trend setzte sich auch mit der 1993 vorgestellten vierten Generation der Supra fort. Mit einem sequentiellen Turboladersystem sowie einem Aluminiumzylinderkopf mit variabler Nockenwellenverstellung bot die von den Fans MKIV genannte Supra dafür gute Voraussetzungen.

Toyota FT-1 in Detroit

Der Heckflügel des Toyota FT-1 erinnert an die Supra (Foto: Jens Stratmann, rad-ab.com)

In der Serie war die komplizierte Motorentechnik bereits für 330 PS gut. Die Fans entlockten der Supra teilweise beachtliche Mehrleistungen, was die Supra weltweit zu einem beliebten Fahrzeug der Drift-Szene machte. Zur Beliebtheit in der Szene der Szene trug auch bei, dass die Supra MKIV alles andere als dezent war.

Neben einem brachial anmutenden Heckflügel prägen zahlreiche Lufteinlässe die Karosserie. „auto motor und sport“ bezeichnete das Supra-Design als „stilistische Entgleisung“. Mit einem Preis von 110.000 DM blieb der Toyota ein Fahrzeug für Kenner – denn die Fahrleistungen lagen auf dem Niveau deutlich teurer Fahrzeuge.

Mit dem FT-1 kehren 2000GT und Supra zurück

Zumindest als Konzeptfahrzeug. Auto-Blogger-Kollege Jens von rad-ab.com, der uns dankenswerterweise für diesen Blog-Beitrag mit Fotos ausgeholfen hat, berichtet, dass die Studie FT-1 zunächst „nur“ Toyotas Beitrag für den 15. Geburtstag des Playstation-Klassikers „Gran Turismo“ war. Erst im zweiten Schritt wurde aus dem virtuellen Toyota eine Studie für die „North American International Auto Show“ (NAIAS) in Detroit.

Unverkennbar haben sich die Schöpfer der Studie FT-1 von den Vorgängern Toyota 2000GT und Toyota Supra inspirieren lassen. Besonders die Gestaltung der Fahrgastzelle ist eine klare Reminiszenz an den 2000GT. Spoiler und Lufteinlässe erinnern an die Supra MKIV. Neu – bei Toyota – ist das Glaselement in der Motorhaube, das den Blick auf den Motor freigibt. Bei den Spiegeln und im Innenraum hat sich Toyota an der aktuellen Formel 1 Mode orientiert.

Aufgeschrieben klingt das zugegeben etwas zusammengewürfelt. In der Realität haben die Designer aus dem Calty Designzentrum von Toyota in den USA alles zu einem harmonischen Ganzen zusammengefügt. Zum 40-jährigen Bestehen des Designstudios ist ihnen ein eindrucksvoller Entwurf gelungen. Es wird spannend zu beobachten, ob Toyota die Studie zum Serienmodell reifen lässt.


Toyota FT-1 in DetroitInfos zum Titelbild:
Toyota FT-1 auf der North American International Auto Show in Detroit (Foto: Jens Stratmann rad-ab.com)
Toyota FT-1 auf der North American International Auto Show in Detroit (Foto: Jens Stratmann rad-ab.com)
 

4 Kommentare

  1. Hi,

    was hier beschrieben wird klingt sehr interessant und auch ich bin gespannt, was daraus wird. Nur das heck gefällt mir nicht so sehr, rein optisch, aber das ist Geschmackssache.

    Gruß
    Klaus

    • Das Heck ist in der Tat nicht so gelungen wir der Rest des FT-1. Dieser durch den Auspuff unterbrochene Auslass sieht etwas ungewöhnlich aus.

  2. Das rot von Ferrari und Anleihen und der Formel 1. Wo will Toyota hin?

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