Audi Fahrberichte

Ein Wochenende in Le Mans – Teil 2: Erfahrungsbericht, mit dem Audi Q3 2.0 TDI quattro zu den 24 Stunden von Le Mans

Audi Q3 2.0 TDI quattro

Mein Wochenende in Le Mans war spitze. Dieses 24-Stunden-Rennen hatte es sportlich in sich. Zum persönliche Wohlbefinden trug auch er Audi Q3 2.0 TDI quattro, mit dem ich nach Frankreich reiste, seinen Teil bei. Denn der Audi erwies sich als angenehmer Reisepartner.

Ursprünglich wollte ich von Düsseldorf wie im Vorjahr nach Paris zu fliegen, um von dort mit dem TGV nach Le Mans zu fahren. Doch eine Eingebung lies mich umsatteln. Statt für das Flugzeug und die Bahn entschied ich mit für das Auto und die Straße. Angesichts der Streiks in Frankreich eine gute Entscheidung. Das Auto machte mich unabhängig vom Arbeitskampf der französischen Lokführer sowie der Mitarbeiter der Gepäckabfertigung am Flughafen Paris-Charles de Gaulle. Andere Autoblogger aus unserer Tipprunde traf der Streik hart. Entweder kamen sie nicht an die Sarthe oder sie mussten deutlich vor dem Zieleinlauf die Heimreise antreten.

Mein Streikbrecher: Audi Q3 2.0 TDI quattro 177 PS

Audi Q3 2.0 TDI quattro

Mehr Platz fürs Gepäck als im Flieger

Für diesen spontanen Roadtrip stand mir ein Audi Q3 quattro zur Verfügung. Mit seinem 2,0 Liter großen TDI und dem Doppelkupplungsgetriebe „S tronic“ hat der SUV drei Bezüge zu Le Mans:

  1. Die aktuellen LMP 1 Prototypen verfügen über Allradantrieb.
  2. Audi machte in Le Mans den Diesel siebfähig.
  3. Porsche brachte den ersten Doppelkupplungsgetrieben im Le Mans Sieger Porsche 962 in den 1980er-Jahren das Laufen bei.

Übrigens 50 Jahre später als der Franzose Adolphe Kégresse erste Ideen für den Aufbau eines solchen Getriebes vorstellte.

Auf dem Hinweg wähle ich die Strecke über Rouen. Damit meide ich Paris und kann den Audi in der Weite Nord-West-Frankreichs in Ruhe kennenlernen. In der hügeligen Landschaft ist der 177 PS starke Diesel in seinem Element. Mit einem Drehmoment von 380 Nm, das konstant zwischen 1.750 und 2.500 Umdrehungen anliegt, lässt der Bayer die Gegend wie die norddeutsche Tiefebene erscheinen. Wenn die Sieben-Gang-Automatik an einer Steigung zurückschaltet, passiert das ohne wahrnehmbare Unterbrechung der Zugkraft.

Turbolader im Audi Q3 2.0 TDI quattro

Turbolader im Audi Q3 2.0 TDI quattro

Bei meinem zweiten Frühstück im Schatten der Kathedrale von Rouen bin ich erstaunt, wie sparsam ich unterwegs war. Rund 6,8 Liter Diesel habe ich für 100 Kilometer Wegstrecke benötigt. Angesichts der in dieser Gegend traditionell leeren Autobahnen ein guter Wert. Schließlich bin ich dank des Tempomaten konstant mit Tempo 130 unterwegs, der in Frankreich erlaubten Höchstgeschwindigkeit. Die Steuerung der Geschwindigkeitsregelanlage, wie Audi den Tempomaten in der Preisliste nennt, erfolgt selbst in dem welligen Gelände ohne spürbare Eingriffe.

Souverän gleite ich durch die Landschaft

Für den notwendigen Reisekomfort sorgt auch die hochwertige Innenausstattung des karlbubrauen SUV. Die mit Feinnappa-Leder überzogenen Sportsitze sind bequem und bieten guten Halt. Damit lässt sich auch eine mehr als sieben Stunden lange Fahrt wie nach Le Mans ermüdungsfrei bewältigen. Mir fehlt allerdings im Audi Q3 Kopffreiheit. Für Menschen, deren Körperlänge das Normmaß mehr oder minder übersteigt, wäre schön, wenn sich der Sitz noch weiter nach unten fahren ließe. Ein lästiges Detail, zumal der Innenraum des Audi in den anderen Dimensionen wie angegossen passt.

Leder im Audi Q3 2.0 TDI quattro

Leder im Audi Q3 2.0 TDI quattro

Pünktlich zum Mittagessen komme ich Le Mans an. Zeitgleich mit zahlreichen Briten, für die das 24-Stunden-Rennen traditionell eine große Bedeutung hat. Im Stau an der Mautstation fällt mir das erste Mal auf, dass der Audi Q3 über eine Start-Stop-Automatik verfügt. Audi hat das Zusammenspiel zwischen der Getriebe-Automatik und der Start-Automatik optimal hinbekommen. Das erinnert an ein Elektroauto. Sobald der Audi steht, gibt es keine Motorengeräusche.

Eine gute Gelegenheit, um dem im Testwagen verbauten Bose Soundsystem mit Surround Sound zu lauschen. „Morning Glory“ von Oasis erscheint mir für den Test der Anlage als das perfekte Lied. Die Größe des Q3 beruhigt. Denn sie ist ein Garant dafür, dass der Hubschrauber in der Eröffnungssequenz des Liedes dem Zuhörer nicht durch den Kopf fliegt.

MMI Navigationssystem plus Display

MMI Navigationssystem plus Display

Die Ansagen des MMI Navigationssystem plus klingen im Vergleich dazu banal. Dabei sind sie inhaltlich voll auf der Höhe. Das System weist auch bei den unübersichtlichen Verkehrsführungen unserer Nachbarn stets den richtigen Weg. Die Anweisungen sind klar und verständlich. Wo in kurzer Folge mehrere Abzweigungen folgen, zählt das System sie sinnvoll runter („dritte Abzweigung“, „zweite Abzweigung“ …).

Hilfreich, dass das Navigationssystem seine Wegvorschläge nicht auf dem hochauflösenden 7“ Farbdisplay auf dem Armaturenbrett angezeigt. Zusätzlich zeigt das System sie auf einem zweiten Display zwischen Drehzahlmesser und Tachometer an. Sofern der Käufer dieses Display für 96 Euro bestellt. Eigentlich unverständlich, dass das sogenannte Fahrerinformationssystem mit Farbdisplay ein Extra ist.

Geschichte wiederholt sich!

Nachts bei Tertre Rouge

Tertre Rouge bei Nacht

Das Rennen war spannend und ich nach der langen Nacht an der Strecke müde. Daher lege ich mich nach dem Zieleinlauf zunächst etwas schlafen. Kurz nach Mitternacht fühle ich mich fit genug für die Rückreise.

Aber zunächst fahre ich nochmals zur Strecke. Dort nehme mit dem Audi Q3 2.0 TDI quattro die Landstraße, die zur Strecke gehört, unter die Räder. Das habe ich 1990 nach dem Rennen gemeinsam mit Christian schon einmal gemacht.

Damals übrigens mit einem 70 PS starken 1986er Golf GTD – dem Urahn der heutigen TDI-Motoren. Der Blick auf den Motor des aktuellen Audi Q3 TDI verdeutlicht den Fortschritt der Turbo-Diesel-Technik. Beeindruckend, was innerhalb von weniger als drei Jahrzehnten unter der Motorhaube passiert ist.

Audi Q3 2.0 TDI quattro 177 PS

Nachts im Fahrerlager

Auf der dunklen Strecke gefällt mir das Kurvenlicht des Q3. Angenehm, wie die hellen Xenon-Scheinwerfer beim Lenken mitschwängen. Bisher habe ich mich diesem technischen Fortschritt gedanklich verweigert.

Doch das Ausprobieren macht deutlich, dass das Kurvenlicht ein Sicherheitsgewinn ist. Nach einem Abschlussfoto im Fahrerlager trete ich gegen zwei Uhr die Heimreise an.

Auf dem Rückweg wähle ich den Weg durch Paris.

Auf der Autobahn nimmt mir die Fernlicht-Automatik das An- und Abschalten des Fernlichts ab. Das funktioniert gut. Während der ganzen Fahrt zeigen mir zwei ungeduldige Lasterfahrer durch ihre Lichthupe an, dass ich sie blende. Selbst im Dschungel der Großstadt Paris funktioniert diese Assistenzfunktion. Das hätte ich manuell nicht besser hinbekommen.

Paris ist auch bei Nacht eine Wette mit unbekanntem Ausgang. Ich habe dort auch schon um drei Uhr in der Nacht im Stau gestanden, weil Autobahnen gesperrt waren. Diesmal geht alles glatt. Um kurz vor neun bin ich zurück in Gelsenkirchen. In Deutschland gebe ich Vollgas. Das treibt den Verbrauch auf 7,1 Liter hoch. Angesichts einer Durchschnittsgeschwindigkeit von fast 120 km/h immer noch ein guter Wert.

Was nehmen wir mit?

Wolf-Dieter Poschmann bewahrte sich diese Frage im Aktuellen Sportstudio traditionell immer für die Abschlußmoderation auf. Zu meinem Roadtrip mit dem Audi Q3 2.0 TDI Quattro ist sie zum Abschluss einfach zu beantworten. Ich habe aus Le Mans knapp 1.800 Fotos mitgebracht. Mal gucken, wann ich Zeit zum Sichten finde. Denn in Kürze startet die Kieler Woche. Das wirft eine neue Frage auf. Ob mein neuer Freund Audi Q3 da wohl Zeit für mich hat?


Audi Q3 2.0 TDI quattroInfos zum Titelbild:
Audi Q3 2.0 TDI quattro
Mit diesem Audi Q3 2.0 TDI Quattro fuhr ich nach Le Mans.
 

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