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Fahrbericht: Skoda Superb Combi SportLine – mehr Platz als genug

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Im Skoda Superb Combi SportLine vereint Skoda Sportlichkeit und Eleganz. Als Kontrastmittel gehören zur SportLine viele schwarze Designelemente. Das kommt besonders gut bei einem hellen Testwagen zur Geltung. Keine Frage, dass ich mir deshalb bei der Fahrveranstaltung des tschechischen Autobauers einen weißen Skoda Superb Combi geschnappt habe.

Seit unserer letzten Begegnung mit dem Skoda Superb im vergangenen Januar bin ich bekennender Fan dieses langen Kombis. Die Laurin & Klement Version hat mich voll erwischt. Sie ist unaufgeregt, sehr klar gestaltet, angenehm dezent und dabei sehr hochwertig. Mit 220 Benzin-PS unter der Haube fühlte ich mich wie in einer fahrenden Lounge. Deshalb war ich auf ein Wiedersehen mit seinem neuen sportlichen Bruder sehr gespannt.

Bilder vom Skoda Superb Combi SportLine

Seit dem Sommer ergänzt Skoda die Ausstattungslinie des Superb um den SportLine. Meine Testfahrt an das Kaiserswerther Rheinufer machte ich mit einem Turbodiesel. 150 PS stellt der zwei Liter große Vierzylinder zur Verfügung. Er bringt sie über ein Direktschaltgetriebe mit sechs Gängen und die Vorderräder auf die Straße. Mit 39.990 Euro steht dieser Skoda Superb in den Preislisten der Skoda-Händler.

Zur Serienausstattung gehören dafür so angenehme Helfer wie die Geschwindigkeitsregelanlage, elektrische Fensterheber vorne und hinten sowie eine Klimaanlage mit zwei Zonen. Ebenfalls serienmäßig an Bord sind Parksensoren hinten, ein DAB+-Radio sowie die für den Superb typischen Regenschirme in den Vordertüren. Das lässt mich an Luxusautos wie den Rolls-Royce Phantom oder den Aston Martini V12 Vantage S Roadster denken.

Als Extra verfügt der Testwagen zudem über eine Rückfahrkamera (360 Euro) sowie das Paket mit Spurhalte-, Spurwechsel- und Ausparkassistenten (820 Euro). Und vieles andere mehr. Der Spurhalteassistent macht mich übrigens immer nervös. Der Superb tut das zwar deutlich sanfter als z.B. der Audi Q5, aber – egal in welchem Auto – ich mag es einfach nicht, wenn mir die Elektronik ins Lenkrad greift.

Als ich den Testwagen dann zu Hause auf der Webseite von Skoda mit all seinen Extras konfiguriere, lande ich am Ende bei einem Preis von über 45.000 Euro. Das ist nicht wenig Geld, auch wenn die Wettbewerber teilweise noch mehr für ein vergleichbares Fahrzeug verlangen.

Der Superb sorgt für neugierige Blicke

Auf der Straße zeigt sich der SportLine mit seinen 150 PS mehr als ausreichend motorisiert. Kurvige Landstraßen machen richtig Spaß und im dichten Stadtverkehr von Düsseldorf hat er ohnehin keine Probleme. Mehrfach fällt mir auf, dass der große Tscheche auch in der Stadt mit dem Schickimicki-Image für neugierige Blicke sorgt. Kein Wunder, mit dem schwarzen Kühlergrillrahmen, den dunkel hinterlegten Nebelscheinwerfern sowie den markanten 19-Zoll-Leichtmetallfelgen und den dunklen hinteren Seitenschreiben macht der SportLine optisch tatsächlich eine Menge her.

Doch das Beste haben die Menschen, die von außen auf den Skoda Superb Combi SportLine blicken, noch gar nicht gesehen. Denn passend zum Thema „Sport“ begeistern mich die schwarzen Sportsitze und das Sportlenkrad mit Schaltwippen für das automatische Direktschaltgetriebe. Das sorgt tatsächlich für etwas GT-Feeling, das durch das im SportLine serienmäßige adaptive Fahrwerk mit Fahrprofilauswahl und Progressivlenkung.

Natürlich ist der Skoda Superb Combi auch als SportLine kein Sportwagen. Doch auf der Landstraße schüttelt auch der Kombi Überholvorgänge ohne Probleme aus dem Ärmel. Hier macht sich das maximale Drehmoment von 340 Newtonmetern angenehm bemerkbar. Auf der Autobahn erreiche ich schnell die empfohlene Richtgeschwindigkeit von 130 Kilometern pro Stunde. Wer will, der kann mit diesem Superb sogar 216 Kilometer pro Stunde schnell sein.

Rita ist eine große und kräftige Hündin. Im Superb Kombi kann sie aufrecht sitzen und hat sogar noch Luft nach oben.

Das ist mein Fall nicht. Solche Tests überlasse ich Tom und Max. Ich freue mich stattdessen wieder an dem unendlichen Platz, den der Superb bietet. Ich habe bisher nur den Rolls-Royce Ghost als noch größer empfunden. Doch der wäre, anders als der Skoda Superb, für mich trotzdem nicht das passende Auto. Denn dem Briten fehlt der Kofferraum, in dem Danny und Mono mitreisen können.

Daten zum Testwagen:

  • Typ: Skoda Superb Combi SportLine 2,0l TDI 110 kW 6-DSG
  • Grundpreis: 39.990 (10/2016)
  • Motor: 4-Zylinder-Turbodieselmotor
  • Emissionsklasse: EU6 DPF
  • Getriebe: 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe
  • Hubraum: 1.968 ccm
  • max. Leistung: 150 PS bei 3.500 – 4.000 1/min
  • max. Drehmoment: 340 Nm / 1.750 – 3.000 1/min
  • Höchstgeschwindigkeit: 216 km/h
  • Versicherungstypklassen: 18, 21, 24 (Haftpflicht, Voll-, Teilkasko)

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Foto: Karla Schwede 2016, all rights reserved
 

4 Kommentare

  1. Deliberabundus

    Hallo, ich möchte gern mal eine Anmerkung zu folgendem Zitat treffen:

    „Als ich den Testwagen dann zu Hause auf der Webseite von Skoda mit all seinen Extras konfiguriere, lande ich am Ende bei einem Preis von über 45.000 Euro. Das ist nicht wenig Geld, auch wenn die Wettbewerber teilweise noch mehr für ein vergleichbares Fahrzeug verlangen.“

    Die tatsächlichen Wettbewerber auf die es der Skoda SuperB abgesehen hat kosten nicht „teilweise“ noch mehr. Ausstattungsbereinigt (also wenn die Ausstattungslisten tatsächlich angeglichen sind) ist ein Passat bspw. rund 10.000 EUR teurer als der SuperB. Ein A6, 5er und E-Klasse kosten sogar fast 20.000 EUR mehr. Konkurrenten wie der Mondeo, der Insignia, Talisman oder der i40 mögen preislich vergleichbar sein, bieten aber nicht ganz die Klasse wenn man ehrlich ist. Das geht bei den Motoren los (wenn überhaupt angeboten, bei gleicher Leistung teils deutlich schlechtere Fahrleistungen), geht weiter bei den Platzverhältnissen und auch die Gestaltung des Innenraums sollte man nicht vergessen.

    Bei solchen Aussagen ist es einfach wichtig, im gleichen Atemzug die (Serien-)Ausstattung zu vergleichen – da bringt der SuperB Sportline eine ganze Menge mit. (El. Sportsitze mit Memory, Außenspiegel el., abblendend mit Memory, rahmenloser Innenspiegel, DCC, Xenon, Leder/Alcantara, schwarzer Dachhimmel, 19″, Ambientlight, DAB+ Radio mit 8 Zoll Display, Tempomat, etc.). Auch die Extras sind teilweise deutlich günstiger.

    Klar gibt es auch Extras, die der SuperB nicht bietet (HeadUP, „große“ Motoren, Voll-LED-Scheinwerfer, Virtual Cockpit, Ausstattungsvielfalt im Innenraum (Materialien, Farben etc) aber das ist nur relevant/kaufentscheidend, wenn man diese Features tatsächlich bestellt hätte.

    Und in Anbetracht dieser Tatsachen, erscheint der BLP von rund 45.000EUR (üblicher Grundpreis in der oberen (Premium-)Mittelklasse mit 2l Diesel und Automatikgetriebe ohne jegliche Extras) schon in einem ganz anderen Licht. Klar ist es „nicht wenig Geld“, aber im Vergleich dennoch als sehr preisgünstig zu bezeichnen.

    Viele Grüße…

  2. Schöner Bericht, ich habe meinen Superb Sportline Anfang September bestellt und kann es kaum erwarten ihn endlich zu bekommen. Allerdings mit dem 280 PS Benziner, ein Diesel kommt für mich nicht mehr in Frage.

    • Peter Hoffmann

      Ebenfalls am 07.09.16 einen weißen 206kw Combi bestellt .. „wenig“ Ausstattung „weggelassen“ 😉
      Soll im Februar gebaut werden ..
      freue mich wie Bolle 😍
      Fahre z. Zt. nen Octavia RS …

  3. Pingback: Virtuelle Testfahrt mit dem ŠKODA VISION E » Auto-Natives

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