Citroën Fahrberichte

Test Citroën DS5 – Mein 3. Tag beim Blogger RoadTrip mit Citroën

Citroën DS5

Der zweite Blogger RoadTrip liegt jetzt bereits einige Tage zurück. Von mir fehlt noch der dritte Fahreindruck, den ich nun (endlich) nachliefere. Ich durfte auf der Heimreise am Sonntag gemeinsam mit David vom Smartblog smartpit.de den Citroën DS5 HDi 165 bewegen. Nach dem längeren Abendessen am Vorabend setzte sich unsere kleine Karawane am Abschlusstag des zweiten Blogger RoadTrips erst kurz vor 8 Uhr in Bewegung.

Als erstes Etappenziel hatte Organisator Björn Monte Carlo festgelegt. Auf der Küstenstraße direkt am Mittelmeer nahm ich den ersten Abschnitt der Reise am Lenkrad in Angriff. Mit niedrigen Drehzahlen glitt unser DS5 dabei meist im sechsten Gang über die legendäre Basse Corniche. Enge Straßen, steile Felsen und eine wundervolle Aussicht, der wohlgestaltete Citroën DS5 zeigte vor dieser spektakulären Kulisse keine echte Schwäche.

Einzig die automatische Schaltung des 163 Diesel-PS starken DS5 fiel etwas unangenehm auf. Denn das Getriebe schaltete beim Fahren auffällig oft einen Gang zurück, um bereits nach wenigen Sekunden wieder die ursprüngliche Getriebewelle einzulegen. Offensichtlich, das wurde später auch auf der deutschen Autobahn deutlich, hat man den sechsten Gang sehr lang ausgelegt. In Verbindung mit dem satten Drehmoment von 340 MN, das bereits bei 2.000 Umdrehungen anliegt, kann man so prima durch die Landschaft cruisen.

Will man dabei aber beispielsweise einen Fahrradfahrer überholen, schaltet das Getriebe zurück, sobald der Citroën DS5 auch nur etwas beschleunigt wird. Setzt man dann neben dem Fahrradfahrer das Cruisen fort, ohne stark zu beschleunigen, schaltet die Automatik sofort wieder hoch. Hier haben die Entwickler nach meinem Geschmack noch nicht den optimalen Kompromiss bei der Abstimmung der Getriebesteuerung getroffen.

Der Citroën DS5 macht beim Fotostopp in Monaco eine gute Figur

Die Strassen von Monte Carlo

Die Strassen von Monte Carlo

In Monaco nutzen wir die Gelegenheit, um Teile der Grand Prix Strecke unter die Räder zu nehmen. Das Flair dieses besonderen Rennens war auch in unseren Limousinen spürbar. Linker Hand passierten wir die Fürstenloge am „Boulevard Albert 1er“. Fürst Rainier, der Vater des heutigen Regenten, soll hier übrigens jedem Sieger mit dem Satz „Ich freue mich besonders, dass Sie gewonnen haben“ gratuliert haben. Wer hier durch die engen Straßenschluchten rollt, versteht sofort, warum der Große Preis von Monte Carlo gerne mit dem Flug eines Düsenjägers um die Küchenlampe verglichen wird.

Am legendären Spielkasino, das den Wohlstand des kleinen Fürstentums bis heute begründet, legten wir einen Zwischenstopp für eine Fotosession ein. Erstaunlicherweise tolerierte sogar eine Polizeistreife unsere Aktion. Das geht hier wahrscheinlich wirklich nur frühen am Sonntagmorgen. Beim Aufbruch verloren wir Daniel und Camillo mit dem Citroën DS4 im Gewühl der engen Straßen. Erst an der Grenze zu Italien konnten wir alle drei Citroën wieder zum Konvoi des Blogger RoadTrip zusammenführen.

Italien: 1:83,7 Euro für einen Liter Diesel

Tanken in Italien

Tanken in Italien ist ein teures Vergnügen

Beim Tankstopp in Italien übernahm David das Kommando über den DS5. Dies gab mir die Gelegenheit, die Kraftstoffpreise in Italien in Ruhe zu verarbeiten. Für einen Liter Diesel bezahlten wir 1:83,7 Euro – wären wir mit Benzinmotoren unterwegs gewesen, hätten wir sogar deutlich mehr als 2 Euro für einen Liter Kraftstoff bezahlen müssen. In Verbindung mit der fälligen Autobahnmaut ist Italien offensichtlich ein teures Reiseland. Ich beschloss, zu Hause noch einmal zu diskutieren, ob wir im nächsten Jahr tatsächlich unseren Urlaub in Italien verbringen wollen.

Beim zweiten Blogger RoadTrip war Italien nur ein Transitland. Bei Genua wandten wir uns endgültig vom Mittelmeer ab, die Strecke führte uns durch die Lombardei nach Norden. Auf dem Beifahrersitz blieb dabei genügend Zeit, um die Innenausstattung des Citroën DS5 einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Ausstattungsvariante „SportChic“ unseres Testwagens bietet (fast) alles, was Citroën in den DS5 packt. Daniel hat dazu in seinem Blog eine Menge Fotos vom Innenraum des Citroën DS5 veröffentlicht.

Mit Stau ist selbst die Schweiz groß

An der Grenze zur Schweiz stand ein weiterer Fahrerwechsel an. Zurück am Lenkrad des Citroën DS5 halfen mir beim Ausparken erstmals die zur Ausstattung gehörende Rückfahrkamera und Einparkhilfe. Mit diesen Hilfsmitteln kann man den DS5 auch dort gut navigieren, wo einem andere Autofahrer einmal den notwendigen Platz rauben.

Stau vor dem Gotthart Tunnel

Stau vor dem Gotthart Tunnel

Vor dem St. Gotthart Tunnel verloren wir mehr als zwei Stunden Zeit im Stau. Dank der Ledersitze mit der Ausstattungsbezeichnung „Claudia“ kam auch dabei kein Problem auf. Gewünscht hätte ich mir allenfalls eine Start-Stopp-Automatik, weil wir vor dem Gotthart mehrfach gleich für einige Minuten völlig zum Stillstand kamen.

Kurz hinter der deutschen Grenze bot ein kurzer Tankstopp Gelegenheit zum Fahrerwechsel. Auf der A5, die von der Länge ihrer Baustellen her inzwischen locker mit der A1 von Bremen nach Hamburg mithalten kann, bestätigte David meinen Eindruck von der Steuerung der Automatik. Angesichts der Baustellen und des dichten Verkehrs geriet die ursprünglich geplante Ankunftszeit immer mehr zu einem Zeitpunkt in der Vergangenheit.

Das „Head-Up Display“ ist eine sinnvolle Hilfe

Mir wurde dadurch bewusst, wie ermüdungsfrei es sich trotzdem auch im Citroën DS5 reisen lässt. Als wir auf der Höhe des Frankfurter Flughafens nochmals die Plätze tauschten, bekomme auch ich Gelegenheit, für einen Test des DS5 auf der Autobahn. In der Dunkelheit macht sich das „Head-Up Display“ sofort positiv bemerkbar.

Es ermöglicht tatsächlich gleichzeitig, auf die Straße UND die Geschwindigkeitsanzeige zu blicken. Von Alter meines Mini aus betrachtet, ist das Technik aus dem „Raumschiff Enterprise“. Auf der dunklen Autobahn ist das Display aber auch ein nützliches Detail, obwohl ich für dieses Extra eigentlich etwas zu groß geraten bin. Denn es gelang mir nicht, das Display so einzustellen, dass der untere Teil der Anzeige nicht auf die untere Kante der Motorhaube „gebeamt“ wird.

Die schnellen Autobahnkurven der A3 nimmt der DS5 mit einer gewissen Unruhe. Es erfordert eine kundige Hand, um den DS5 immer in der Spur zu halten. Zudem fällt erneut auf, dass der sechste Gang sehr, sehr lang abgestimmt ist. Denn wenn die Automatik beim Beschleunigen in den sechsten Gang schaltet, geht es zunächst nur vergleichsweise träge voran in noch höhere Geschwindigkeitsregionen. Erst jenseits der 190 km/h bekommt der DS5 so etwas wie Rückenwind und erreicht dann ohne Probleme die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 215 km/h.

Gegen 22:20 erreichten wir endlich Köln

Insgesamt haben wir während des zweiten Blogger RoadTrips mehr als 3.200 Kilometer zurückgelegt. Ich persönlich war überrascht, wie bequem das mit allen drei Citroën möglich war. Als am Ende des Tages Camillo für unser Tagesvideo fragt, für welchen Citroën ich mich entscheiden würde, wähle ich den sportlichen Citroën DS4.

Doch die größte Überraschung war in meinen Augen eigentlich der Citroën C5, den auf der Schlussetappe Mario und Peter bewegten haben. Anders als seine Brüder aus der Avantgarde-Linie DS schleppt der C5 nicht die Bürde eines großen Namens mit sich herum. Das bekommt ihm gut, denn er muss nicht immer das Besondere bieten. Der Citroën C5 ist grundehrlich und überzeugt mit einer hydropneumatischen Federung, die tatsächlich Reisen wie Gott in Frankreich ermöglicht.


Citroën DS5Infos zum Titelbild:
Citroën DS5 (Foto: CAMILLO PFEIL)
Citroën DS5 (Foto: CAMILLO PFEIL)
 

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