Da weiß man, was man hat! Mit diesem Werbeslogan warb Henkel ab 1975 für das Waschmittel Persil. Was wenige wissen, der Werbeslogan stammte eigentlich von Volkswagen.

Denn schon zuvor warb Volkswagen mit dem gleichen Slogan für seinen Käfer. Bereits 1969 nutzen Werbelegende Helmut Schmitz und Texter Werner Butter die Formulierung in einer Anzeige von Volkswagen. Die Kreativen der Werbeagentur Doyle Dane Bernbach (DDB) schufen damit ein geflügeltes Wort.

Anzeige für den VW Käfer von 1969
1969 schuf DDB mit dem Werbeslogan „Da weiß man, was man hat“ ein geflügeltes Wort

Trotzdem erinnern sich bis heute viele, wenn sie den Werbeslogan hören, an ein Waschmittel. Denn ab 1975 schaltete die Düsseldorfer Henkel KG regelmäßig Werbespots mit dem eigentlich für VW ersonnenen Werbeslogan. In diesen Spots trat ein Sprecher auf, um für Persil zu werben. Der sogenannte Persil-Mann wirkte meistens wie einer der damals im Fernsehen tätigen Programmansager. Das gab den Spots einen „offiziellen“ Touch. Vermutlich hielten einige der Zuschauer das damals für den Bestandteil des Programms.

Inhaltlich erzählte der Herr zunächst irgendetwas über das Waschmittel, um dann immer mit der gleichen Floskel zu enden:

Persil, da weiß man, was man hat. Guten Abend!

Mit dieser Gestaltung wirken die Spots heute wie aus einer andern Zeit. Dabei sind sie eigentliche eine Art von Content Marketing. Denn das, was der Landwirt und Journalist Jan-Gert Hagemeyer für Persil vortrug, hatte (fast) den Charakter einer Nachrichtensendung. Wohl deshalb platzierte Henkel die Spots zehn Jahre lang regelmäßig kurz vor der Tagesschau. Mitte der 1980er-Jahre war diese Art der Werbung dann wohl nicht mehr modern genug. Persil schickte seinen Persil-Mann in Rente, um ihn nach zehn Jahren kurz zurückzuholen.

 

1300ccm.de - Auto-Blog für Auto-Natives ist auch bei Facebook. Wir freuen und über ein Like.




Ähnliche Artikel