Dieses Auto-Blog lebt von unseren persönlichen Autogeschichten. Inzwischen gehören dazu auch die Autoerfahrungen unseres jüngsten Familienmitglieds. Denn Max wechselte bereits 2016 vom Kart ins Auto. Als Mitglied des PSV Essen tritt unser Nachwuchspilot seit dem im Slalom Youngster Cup des ADAC Nordrhein an. Mit Erfolg, denn in diesem Jahr sicherte sich Max in diesem Cup den Meistertitel des ADAC Nordrhein.

Der Slalom Youngster Cup ist eine großartige Geschichte. Denn dort können junge Autofahrer von 16 bis 23 kostengünstig in den Motorsport einsteigen. Das Geheimnis ist, dass alle Teilnehmer im gleichen von ADAC gestellten Auto unterwegs sind. Das macht die Meisterschaft, zu der im Fall des ADAC Nordrhein zehn Saisonläufe gehören, sportlich wirklich wertvoll. Gefahren wird in zwei Altersgruppen „16 bis 18“ und „19+“. Die Rennen finden auf Flugplätzen, Festwiesen oder ADAC-Trainingsgeländen statt.

Kurzes Video, das die ersten Schritte im Slalom Youngster Cup 2016 zeigt. Aufgenommen bei einer Trainingsveranstaltung in Neuss.

Die Streckenlänge liegt in der Regel bei rund 800 Metern. Alle Teilnehmer dürfen die Strecke zunächst einmal trainieren, um dann zwei Wertungsläufe zu bestreiten. Der Schnellste gewinnt. Wobei zur Fahrzeit noch Strafsekunden kommen können. Denn jede Pylone, die umfällt oder sich von ihrem Platz entfernt, ist drei Strafsekunden „wert“. Wer ein Tor verpasst, der bekommt sogar einen Zuschlag von 15 Sekunden. Das ist auf der Strecke fast nicht herauszufahren. Deshalb gilt die einfache Regel: Gibt Gas und bleib fehlerfrei!

Aller Anfang ist schwer!

Schon in der Rookie-Saison lies Max mit schnellen Zeiten aufhorchen, sicherte sich sogar ein paar Podestplätze. Doch den Sprung nach ganz oben vermasselten immer wieder Pylonen-Fehler. Mehrfach notierte die Zeitnahme für Max die schnellste Runde. Doch wer gewinnen will, der muss fehlerfrei fahren. Das gelang unserem Nachwuchs-Autoblogger im vergangenen Jahr noch nicht.

Trotzdem qualifizierte sich Max auch schon 2016 für die NRW-Meisterschaft. Bei diesem Wettbewerb ermittelt die Motorsportjugend im DMSB die besten Slalom-Piloten aus ganz Nordrhein-Westfalen. 50 Starter aus den ADAC-Regionalverbänden Nordrhein, Ostwestfalen-Lippe und Westfalen sowie vom AvD und DMV treten dabei an. Spannend ist dabei, dass die Teilnehmer sich bei diesem Wettbewerb mit drei unterschiedlichen Autos messen. Denn an diesem Tag bringt jeder der drei Verbände sein Auto mit.

Das sorgt für Chancengleichheit. Denn so hat bei der NRW-Meisterschaft niemand hat den Vorteil, in “seinem Auto” zu sitzen. Und so lernte Max bei diesem Wettbewerb nach dem VW Polo des ADAC Nordrhein auch den Mazda2 und den Ford Fiesta kennen. Die Besten der NRW-Meisterschaft qualifizieren sich für den Endlauf zur Deutschen Meisterschaft. Vor einem Jahr verpaßte Max diese Qualifikation noch knapp.

2017 lief es besser!

Schon am ersten Rennwochenende 2017 holte sich Max mit zwei Podest-Plätzen viel Selbstbewusstsein. Am zweiten Rennwochenende übernahm Max die Führung im Gesamtklassement und verteidigte diesen Platz bis zum Saisonende. Mit einem Sieg und vier weiteren Plätzen auf dem Podium ging der Meistertitel im Slalom-Youngster Pokalwettbewerb des ADAC Nordrhein 2017 an unseren Nachwuchs-Blogger.

Max sichert sich im Slalom Youngster Cup den Meistertitel des ADAC Nordrhein Bild zum Artikel Max sichert sich im Slalom Youngster Cup den Meistertitel des ADAC Nordrhein
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Damit qualifizierte sich Max direkt für den Bundesendlauf des ADAC. Bei diesem Wettbewerb fahren die jeweils drei Bestplatzierten der ADAC-Regionalmeisterschaften so etwas wie den Clubmeister des ADAC aus. Über das NRW-Finale qualifizierte sich Max zudem für die Endläufe zur Deutschen Meisterschaft. Praktischerweise fanden beide Wettbewerbe am letzten Wochenende am Nürburgring statt.

Beim Bundesendlauf ADAC am Samstag gelang Max eine gute Trainingsrunde. Sie war fehlerfrei und lag im vorderen Drittel der rund 80 Starter. Doch im ersten Wertungslauf paßt dann ein Bremspunkt gar nicht. Dadurch fehlte nach einer Wende völlig der Schwung. Das schlug sich in der Zeit nieder. Im Ziel lag Max schon fast zwei Sekunden hinter der Spitze. Mit einer Top-15-Zeit hielt sich Junior im zweiten Wertungslauf wenigstens etwas schadlos.

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Trotzdem war Platz 24 im Feld der 48 Starter nicht das erhoffte Ergebnis. Immerhin gab etwas Trost, aus dem Kreis der Piloten des ADAC Nordrhein in seiner Altersklasse den besten Platz herausgefahren zu haben.

Bei einer Deutschen Meisterschaft hängen die Trauben hoch!

Schon am nächsten Tag gab es die nächste Chance. Zum Endlauf um die Deutsche Meisterschaft präsentierte sich Deutschlands schönste Rennstrecke im tristen Eifelwetter. Heftiger Wind und starker Regen sorgte für viel Unruhe im Feld der 84 Starter. Max musste mit einer relativ tiefen Startnummer den Wettkampf aufnehmen. Sowohl im Training als auch im ersten Wertungslauf stand noch viel Wasser auf der Strecke. Trotzdem gelang eine der schnellsten Zeiten, die bei diesen Bedingungen möglich waren.

Ein guter Vergleichsmaßstab war der Vortagsgewinner des ADAC-Bundesendlaufs, der direkt vor Max auf die Strecke musste. Im Ziel trennten beide nur ein wenige Hundertstel. Dazu verband beide aber auch ein Pylonen-Fehler und drei Strafsekunden. Ärgerlich zudem, dass kurz nach ihrer Fahrt auch noch der Regen stoppte. Die Kombination aus Fahrbetrieb und starkem Wind sorgte dafür, dass die Strecke schnell abtrocknete. Die Zeiten fielen und Max rutschte schließlich bis auf Platz 59 zurück. Bei diesem Platz gab es für den zweiten Wertungslauf nur noch ein Motto: alles auf Angriff!

Max blies zur Attacke und sprang schließlich noch auf Platz 42 nach vorne. Das sieht nach weniger aus, als es war. Doch ohne die Pylone aus dem ersten Wertungslauf hätte sich Max damit – trotz des Regens im ersten Lauf – Platz vier gesichert. Selbst wenn alle Starter ohne Fehler geblieben wären, wäre es immer noch Platz neun gewesen. Auch wenn es im Sport keinen Konjunktiv gibt, sorgt das für ein positives Fazit. Denn Max hat verstanden, dass er auch bundesweit an der Spitze mithalten kann.

2018 kann kommen!


Infos zum Titelbild des Beitrags in diesem Auto-Blog:
Max unterwegs im Slalom Youngster Cup 2017

Foto: Karla Schwede 2017
 

Vielen Dank den Verantwortlichen des ADAC Nordrhein für die Ausrichtung des Slalom Youngster Cup. Mit dem Wochenende am Nürburgring haben alle, die bei der Durchführung mitgewirkt haben, ein Meisterstück abgelegt.

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