Motorsport

Die Rallye-Version des Toyota GT86 ist da – Einsatz als Vorausfahrzeug bei der ADAC Rallye Deutschland

Toyota GT86 CS-R3

Toyota verfügt über eine lange Rallye-Tradition. Weltmeister wie Björn Waldegård, Hannu Mikkola, Juha Kankkunen oder Carlos Sainz griffen einst für die Japaner ins Lenkrad. Mit den Modellen Celica und Corolla war Toyota von 1972 bis 1999 ein fester Bestandteil der internationalen Rallye-Szene. Dann wechselte das in Köln ansässige Einsatzteam des größten japanischen Autoherstellers nach Le Mans. Nach einem Intermezzo in der Formel 1 ist Toyota Motorsport bis heute im Langstreckensport vertreten.

Inzwischen kündigt sich eine Rückkehr auf den teilweise losen Untergrund des Rallye-Sports an. Denn der Ausstieg aus der Formel 1 setzte in Köln Kapazitäten frei. Diese nutzt Toyota, um Sportgeräte für den automobilen Breitensport anzubieten. Vor zwei Jahren stellte Toyota auf der Essen Motor Show das Kundensportfahrzeug GT86 CS-V3 vor. Als Einsatzgebiet schrieb das Unternehmen den TMG GT86 Cup aus, der im Rahmen des Langstreckenpokals auf der Nordschleife ausgetragen wird. Parallel dazu präsentierte Toyota den Yaris R1A für den Rallyeeinsatz. Der Kleinwagen richtet sich an Motorsporteinsteiger. Als R1-Fahrzeug verfügt der Yaris nur über sehr geringe Modifikationen.

Prototyp des Toyota GT86 CS-R3

Der Prototyp des Toyota GT86 CS-R3 entstand in Köln (Foto: Toyota Motorsport)

Anfang des Monats homologierte Toyota jetzt den GT3 in der Gruppe A. Damit schuf Toyota die Voraussetzungen, um den Kompaktsportler in der Rallye-Klasse R3 einzusetzen. Die FIA ordnete zur Saison 2013 die Struktur der Rallye-Klassen neu. In der Klasse R3 kommen sind – im Vergleich zur R1 – relativ weite Modifikationen möglich. So verfügt der GT86 CS-R3 über ein sequentielles 6-Gang-Getriebe, ein Sperrdifferential und eine Rennsport-Bremsanlage. Dazu erlaubt das R3-Reglement die Erleichterung des Kabelbaums oder den Einbau spezieller Fahrwerksteile. Beim seriennahen Yaris sind solche Modifikationen nicht erlaubt.

Im Rahmen der ADAC Rallye Deutschland, dem neunten Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft, wird der Toyota GT86 CS-R3 erstmals den Fans auf der Strecke präsentiert. Isolde Holderied unterzieht den heckgetriebenen Prototypen vom 21. bis 24. August rund um Trier einem echten Härtetest. Die Toyota-Werksfahrerin wird mit dem GT86 als Vorausfahrzeug außerhalb der Wertung starten. Der Einsatz ermöglicht Toyota eine gute Standortbestimmung. Denn das Vorausfahrzeug wird alle 18 Wertungsprüfungen der Rallye Deutschland unter Wettbewerbsbedingungen bewältigen.

3 Kommentare

  1. Schöne Fingerübung! Aber die Frage ist doch, ob Toyota den Mumm hat, um mit einem R5 zu kommen.

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