Motorsport

Sébastien Ogier tritt im Audi R8 LMS ultra an

Markus Winkelhock und Sébastien Ogier

Keine Angst, Sébastien Ogier fährt (bisher) nicht das 24-Stunden-Rennen am Nürburgring. Obwohl der Franzose gewiss eine fahrerische Bereicherung für das Fahrerfeld wäre. Ogier fährt am kommenden Wochenende auf dem Lausitzring zwei Wertungsläufe der ADAC GT Masters. Damit folgt der aktuelle Rallye-Weltmeister dem Beispiel seiner Vorgänger Walter Röhrl und Sébastien Loeb.

Beide Rallye-Weltmeister haben während ihrer Karriere den Wechsel auf die Rundstrecke vollzogen. Walter Röhrl fuhr für Lancia Sportwagenrennen, startete für Audi in der IMSA und der DTM. Rekordweltmeister Sébastien fährt inzwischen in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft. Zuvor war der Elsässer auch schon im Sportwagen aktiv. Machte sogar im Prototypen in Le Mans eine gute Figur.

Rallye-Weltmeister Sébastien Ogier führt die Rallye-WM an

Sébastien Ogier gilt aktuell als der beste aktive Rallyefahrer der Gegenwart. Wie zuvor Loeb in Citroen dominiert Sébastien Ogier im VW Polo den Rallye-Sport. Und ist damit – offensichtlich – nicht ausgelastet. Denn zwischen dem Rallye-WM-Lauf in Argentinien und dem Lauf auf Sardinien nimmt sich der WM-Führende Zeit, um ein Wochenende im ADAC GT-Masters zu starten.

Zusammen mit Markus Winkelhock, dem FIA-GT1-Weltmeister von 2012 wird Sébastien Ogier in einem Audi R8 LMS ultra des Kundensportteams von Christian Abt auf dem Lausitzring starten. Der 30-Jährige ist sich bewusst, dass der Einstieg in die Serie eine echte Herausforderung ist. Denn dem Franzosen fehlt im GT-Rennwagen jede Erfahrung. Bisher konnte sich Ogier nur als Besucher beim Rennen in Oschersleben einen Eindruck von den Rennwagen und der Serien verschaffen.

Der Quervergleich mit Felix Baumgärtner wird interessant

Der Ausflug des Rallye-Weltmeisters ist eine spannende Geschichte. Denn der Einsatz ermöglicht einen interessanten Quervergleich. Sébastien Ogier ist am Lenkrad zweifelsfrei ein echter Könner. Bei anderen Audi-Piloten, die ebenfalls in einem Audi R8 LMS ultra antreten, beschleichen mich da deutliche Zweifel.

Ich bin deshalb gespannt, wie viel Zeit Sébastien Ogier auf seinen Teamkollegen verlieren wird. Sicherlich wird Ogier weniger als Felix Baumgartner auf seine Teamkollegen verlieren. Die Frage ist, wie viel? Und – um das vorwegzunehmen – das, was Ogier weniger verliert, wird nicht nur an der Strecke liegen.


Markus Winkelhock und Sébastien OgierInfos zum Titelbild:
Markus Winkelhock und Sébastien Ogier
Markus Winkelhock und Sébastien Ogier (Foto: Tim Upietz / Audi)
 

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