Motorsport

Toyota tritt ab 2017 mit dem Toyota Yaris WRC in der Rallye-WM an

Toyota Yaris WRC

Toyota kehrt in die Rallye-Weltmeisterschaft zurück. Ab 2017 tritt Toyota mit dem Yaris WRC in der Königsklasse des Rallye-Sports an.

Mit dem Comeback knüpft Japans Nummer 1 an die lange eigene Rallye-Geschichte an. Schon in den 1970er-Jahren, als sich der heutige Rallye-Sport entwickelte, waren regelmäßig Fahrzeuge von Toyota am Start. Schon 1975 gewann Hannu Mikkola mit einem Corolla 1600 die 1.000 Lakes Rally in Finnland. Doch die Koordination der Einsätze von Japan aus erwies sich auf Dauer als schwierig. Ove Andersson übernahm den Aufbau der Rennwagen. Zunächst war das Team in Uppsala zu Hause. Dann war Brüssel einige Zeit Standort des Toyota Team Europe (TTE).

Als die FIA 1979 eine Fahrerweltmeisterschaft für Rallye-Piloten einführte, zog das Team nach Köln. Seitdem entstehen die europäischen Rennwagen von Toyota in Köln. Zu Beginn setzte Toyota auf die Celica. Doch in der Epoche der Gruppe-B-Monster war der Toyota Celica Twincam Turbo (TA64) gegen die Evolutionsmonster von Audi und Peugeot nur in Afrika konkurrenzfähig. Björn Waldegård gewann 1986, als die Gruppe B Boliden ihren letzten Sommer tanzten, sowohl die Safari als auch die Rallye Elfenbeinküste.

Toyota Yaris WRC

Typisch für einen Rallye-Rennwagen von Toyota: das Kennzeichen aus Köln

Auch nach dem Verbot der Gruppe B blieb Toyota der Rallye-Weltmeisterschaft treu. Ab 1990 gewann Toyota in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) drei Hersteller- und vier Fahrerweltmeisterschaften. Parallel dazu trat das Team 1998 und 1999 mit dem Toyota GT-One in Le Mans an. 1999 zog sich das Team aus der Rallye-Szene zurück, um sich auf die Formel 1 vorzubereiten. Von 2002 bis 2009 nahm Toyota an 139 Gran Prix teil. Inzwischen tritt die Toyota Motorsport GmbH (TMG), wie das Unternehmen seit 1993 heißt, wieder in Le Mans und der WEC an.

Daneben gab es schon länger Gerüchte über ein Comeback der Japaner aus Köln in der Rallye-Weltmeisterschaft. Besonders Firmenpräsident Akio Toyoda gilt als Rallye-Freund. Der Enkel des Firmengründers Kiichirō Toyoda ist ein echter Petrolhead. Unter dem Pseudonym „Morizo Kinoshita“ nahm Toyoda dreimal als Fahrer am ADAC 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring teil. In den letzten Monaten tauchte der Japaner regelmäßig in Begleitung seines Freundes Tommi Mäkinen im Umfeld von Rallye-WM-Läufen auf.

Toyota Yaris WRC

1,6 Liter Motor des Toyota Yaris WRC

Kein Wunder, dass die Gerüchteküche brodelte. Und kein Wunder, dass Akio Toyoda höchstpersönlich vor ein paar Tagen den Yaris WRC vorstellt. Der Yaris WRC verfügt über einen 1,6-Liter-Turbomotor mit Benzindirekteinspritzung und mehr als 300 PS. Die ersten Testfahrten haben bereits stattgefunden. Die weitere Entwicklungsarbeit übernehmen Nachwuchsfahrer Eric Camilli, Stéphane Sarrazin aus dem Toyota Langstrecken-Team sowie Sebastian Lindholm vorgesehen.

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