Motorsport

Wo Michelin in Le Mans sein schwarzes Gold lagert …

Das Reifenlager von Michelin in Le Mans

Drei Stunden noch bis zum Start des 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Ich bin als Gast von Michelin vor Ort. Daher konnte ich eben nach dem Gruppe C Rennen einen Blick in den Reifenworkshop der Franzosen werfen. Michelin rüstet 2014 beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 44 von 55 Autos mit Reifen aus.

Neben allen Startern der Topkategorie LMP 1 rücken also auch zahlreiche Teams der LMP2 und GT-Klassen mit Produkten von Michelin aus. 7.000 Reifen halten die Franzosen dafür in ihrem mobilen Reifenlager vor, um für alle denkbaren Wetterbedingungen gerüstet zu sein. Während eines Le Mans Rennens kommen im Schnitt 35% bis 40% der Reifen tatsächlich zum Einsatz. In diesem Jahr war noch kein Regenreifen dabei. Gut möglich, dass das auch so bleiben wird.

Neben zwei Regenreifen gibt es drei profillose Reifenvarianten. Michelin nennt sie Soft, Super-Soft und Intermediate. Anders als in der Vergangenheit ist bei Michelin seit dem vergangenen Jahr auch der Spezialreifen für eine abtrocknende Strecke profillos.

Aus Kostengründen sind übrigens die Reifen für alle LMP-1-Teams identisch. Michelin liefert die Reifen mit einem Druck von 1,5 bar aus. Während des Rennens passen die Teams dann den Reifendruck an die aktuellen Streckenbedingungen und das eigene Fahrzeug an. Wobei Michelin informiert ist.

Bordkarte von Michelin

Bordkarte von Michelin

Die Franzosen verfolgen das „Leben“ ihrer Reifen im Detail. Akribisch wird notiert, wo welcher Reifen montiert ist. Sobald ein Fahrzeug an die Box zurückkehrt, misst ein Techniker von Michelin sofort den Reifendruck und die Temperatur des Reifen. Das passiert, um vergleichbare Messergebnisse zu haben, immer an den gleichen Stellen.

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