Motorsport

Wünsch Dir was … Formel 1 Piloten bei den 24 Stunden von Le Mans

Nico Hüllenberg wird 2015 für Porsche in Le Mans starten

Heute ist schon der zweite Advent. Unfassbar, wie schnell das Jahr 2014 bisher vergangen ist. Im Motorsport sind alle wichtigen Entscheidungen gefallen. Am vergangenen Wochenende fand in Brasilien der letzte Lauf zur Sportwagen-Weltmeisterschaft 2014 statt.

Bei den Teilnehmern hat längst die Vorbereitung für die Saison 2015 begonnen. Besonders um Porsche ranken sich dabei viele Gerüchte. Denn die Stuttgarter haben mit Nico Hülkenberg einen aktiven Formel-1-Piloten verpflichtet. Der Emmericher wird zusätzlich zu seinem Programm mit Force India für Porsche die 24 Stunden von Le Mans bestreiten. Ich musste lange nachdenken, um mich zu erinnern, welcher aktive Formel1 Pilot zuletzt während seiner Formel 1 Karriere auch in Le Mans am Start war. Denn zumindest in den letzten Jahren hieß es ja meistens „entweder oder“. Ich glaube, zuletzt brach Sébastien Bourdais mit diesem Grundsatz. Der Franzose fuhr 2009 sowohl für Torro Rosso in der Formel 1 als auch für Peugeot in Le Mans.

Heute sind parallele Starts in den beiden wichtigsten Rundstrecken-Meisterschaften des Motorsports eine Seltenheit. Bis in die 1980er-Jahre war es üblich, dass Formel-1-Piloten auch bei den 24 Stunden von Le Mans starteten. Die tödlichen Unfälle von Jo Gardner (1986 in Le Mans), Manfred Winkelhock (1985 im Mosport, Canada) und Stefan Bellof (1985 in Spa-Francorchamps) brachten die Sportwagen der Gruppe C in Verruf. Ken Tyrrell, in der Formel 1 der Teamchef von Stefan Bellof, machte sich lange Vorwürfe, warum er seinen F1-Piloten die Einsätze im Sportwagen gestattet hatte.

Inzwischen sind 30 Jahre vergangen und die Sportwagen erleben zurzeit ein Comeback. Besonders die Rückkehr von Porsche tut den Sportwagen gut. Denn endlich kämpfen auf der Langstrecke wieder drei Marken um den Sieg. Mit viel Erfahrung behielt der bisherige Seriensieger Audi im zurückliegenden Sommer beim Saisonhighlight in Le Mans noch das bessere Ende für sich. Dazu siegte Audi auch beim Rennen in Austin, Texas. Porsche gewann das Finale in Sao Paulo.

Die Rennen in Silverstone, Spa-Francorchamps, Fuji, Shanghai und Bahrain wurde die Beute von Toyota. Damit haben tatsächlich alle drei beteiligten Hersteller in diesem Jahr mindestens ein Rennen der Sportwagen-Weltmeisterschaft gewonnen. Und Porsche will offensichtlich mehr. In Le Mans werden die Stuttgarter im kommenden Sommer mit drei Autos antreten. Für die Besetzung dieses Cockpits benötigen die Stuttgarter geeignete Piloten. Neben Nico Hülkenberg sollen auch Fernando Alonso, Jenson Button und Jean-Éric Vergne Kandidaten sein.

1970, Porsche 917 KH

1970, Porsche 917 KH – der erste Gesamtsieger von Porsche bei den 24 Stunden von Le Mans (Foto: Porsche)

Besonders der Spanier liebäugelt schon länger mit einem Start in Le Mans. Nach seiner Trennung von Ferrari ist Alonso bisher ohne festes Engagement. Bei McLaren, wo der neue Motoren-Partner Honda einen Starpiloten bezahlen will, können sich die Verantwortlichen bisher nicht auf die Besetzung der Cockpits einigen. Unklar ist, ob die Briten die Zusammenarbeit mit ihrem Landsmann Button fortsetzen wollen.

Das führt zu einer Blockade des Transferkarussells und sorgt für Gerüchte. Zahlreiche Medien halten es für möglich, dass Alonso im kommenden Jahr nicht nur in einem McLaren-Honda sitzen wird, sondern in Le Mans auch einen Porsche steuern darf. Für den vermutlich besten Formel Piloten der Gegenwart würde Honda vermutlich fast jede Ausnahme gestatten. Und wenn sich McLaren in der Formel 1 für den Dänen Kevin Magnussen an der Seite von Alonso entscheiden sollte, könnte sich Alonso in Le Mans tatsächlich das Auto mit Jenson Button teilen – zusammen mit Nico Hülkenberg wäre das dann ein „F1-Auto“ in Le Mans.

Wobei ich mir nicht sicher bin, ob Porsche die drei Formel-Piloten zusammen in ein Auto setzen wird. Falls doch, dann bin ich mal gespannt, in welche Traditionskiste Porsche sonst noch greifen wird. Auch bei den Lackierungen war Porsche früher je recht kreativ. Vielleicht feiert ja das Design von „Porsche Salzburg“ ein Comeback in Le Mans – so kurz vor Weihnachten darf man sich ja mal etwas wünschen.


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