Nach der Show ist vor der Show. Oder nach Paris steht London auf dem Programm der Klassik-Szene. Denn nach der aufregenden Rétromobile in Paris, die die Oldtimer-Welt am vergangenen Wochenende bewegte, folgt am kommenden Wochenende The London Classic Car Show. Vom 15. bis zum 18. Februar 2018 steht das Exhibition Centre London in den Royal Docks im Gastland von London im Zeichen klassischer Automobile.

Denn die fünfte Ausgabe der London Classic Car Show lockt mit mehr als 700 Exponaten in die britische Hauptstadt. Wobei einige von Ihnen nicht nur als Blickfang in den weitläufigen Messehallen „herumstehen“. Denn Bestandteil der Ausstellung ist traditionell die Grand Avenue. Auf dieser „großen Allee“ finden, ähnlich wie bei der Essen Motor Show, Fahrpräsentationen statt.

Eine gewichtige Rolle nehmen 2018 historische Formel-1-Boliden ein. Dazu zählen zunächst Frontmotor-Rennwagen aus den 1950er-Jahren. Neben Monoposto von Ferrari darf sich hier auch der glücklose Aston Martin DBR4 von 1959 dem Publikum präsentieren. Zudem zeigen die Veranstalter Rennwagen von Benetton und Lotus aus dem 1980er und 1990er-Jahren.

The London Classic Car Show 2018 feiert Nigel Mansell

1992 fuhr der Nigel Mansell (endlich) zum Titel des Formel-1-Weltmeisters. Zuvor scheiterte der kämpferische Brite im Kampf um den WM-Titel mehrfach dramatisch. Legendär, wie Mansell 1986 beim Grand Prix in Adelaide der linke Hinterreifen platzte. Mansell fing den schlingernden Williams-Honda FW11 mit großem Können ab. Dramatisch formuliert, verlor der Brite dabei den Titel, gewann jedoch sein Leben.

Während der London Classic Car Show 2018 ehren die Veranstalter Nigel Mansell mit ihrem „Icon Away“. Mansell ist nach Adrian Newey, den Rallyesport der Gruppe B, Jacky Ickx und Gordon Murrays bemerkenswerten McLaren F1 Supercar der fünfte Preisträger dieser Auszeichnung. Zur Feier wird der Brite am Samstag sowohl den FW11 als auch sein WM-Auto Williams-Renault FW14B ausführen. Mansell ist mit diesen Rennwagen am Samstag, den 17. Februar auf der Grand Avenue unterwegs.

Doch nicht nur Freunde des historischen Motorsports kommen bei dieser Präsentation auf ihre Kosten. Denn über die Grand Avenue rollen unter anderem ein Land Rover Prototyp aus den Vierzigern oder ein zweimotoriger Mini Cooper aus den sechziger Jahren. Zudem kündigen die Veranstalter den einzigen überlebenden Daimler DB18 Drophead von 1939 an. Mit diesem Autotyp war Winston Churchill Anfang der 1940er-Jahre unterwegs.

Getaway Cars – mit der Flucht zum Ruhm

Unterhaltsam klingt auch die Parade von Autos, die als Fluchtauto in Filmen „mitspielten“. Dazu zählen unter anderem einige Mini Cooper aus The Italian Job und der Audi S8 aus Ronin von John Frankenheimer. Die Zusammenstellung der Fahrzeuge übernahm der Schauspieler Philip Glenister. Serienfans kennen Glenister aus der britischen TV-Serie „Mad Dogs“. Der Brite spielte dort den Psychologiedozenten Quinn.

Bestandteil der London Classic Car Show ist zudem die Sonderausstellung „Historischer Motorsport International“. In diesem Teil der Messe dreht sich alles um historischen Motorsport. Hier versteigert das Auktionshaus COYS am Samstag zahlreiche Motorräder sowie Sport- und Rennwagen. Darunter sind unter anderem ein 1984er Ferrari 512 BBi oder ein 1987er BMW E30 M3.

Weitere Details zur The London Classic Car Show gibt es unter thelondonclassiccarshow.co.uk

 

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The London Classic Car Show

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