Das Eifel Rallye Festival ist längst mehr als ein Geheimtipp für Freunde des historischen Motorsports. Ab morgen verwandelt sich die Vulkaneifel rund um die Kreisstadt Daun in das Zentrum des historischen Rallye-Sports.

Mehr als 160 klassische Rallye-Fahrzeuge aus fünf Jahrzehnten des Rallye-Sports bilden bis zum kommenden Samstag das weltweit größte rollende Rallye-Museum. Unter dem Motto „40 Jahre Rallye-Weltmeisterschaft“ treten dabei sagenhafte 75 unterschiedliche Fahrzeugtypen von 33 Herstellern an. Gleich 30 Gruppe-B-Boliden zeigen eindrucksvoll, dass auch der Rallye-Sport einmal ohne Grenzen lebte.

Fast schon traditionell beginnt das Festival auch 2013 am Donnerstag (25. Juli) mit einer Aufwärmrunde – dem sogenannten Shakedown. Schauplatz dieses Vorspiels ist ab 16.00 Uhr der kleine Ort Brück mit seinem legendären „Mantaloch“. Dabei handelt es sich um einen tiefen Chaussee-Graben, der sich in den letzten Jahren immer wieder für heckgetriebene Opel Manta als tückische Falle erwiesen hat. In Brück stehen zwei ausgeschilderte Parkplätze zur Verfügung.

Nach dem Shakedown verlagert sich das Geschehen auf die Rallye-Meile nach Daun. Ab 20.00 Uhr zeigt Helmut Deimel dort im Open-Air-Rallye-Kino Szenen aus 40 Jahren Rallye-WM. Der langjährige Profi-Copilot Christian Geistdörfer wird zusammen mit anderen anwesenden Zeitzeugen die Film-Szenen kurzweilig kommentieren. Am Freitag ab 9:00 Uhr findet auf der Rallye-Meile in Daun dann die öffentliche Fahrzeugabnahme statt – ein optimaler Ort für Autogrammjäger.

Sprunghügeln beim Eifel Rallye Festival (Foto: Eifel Rallye Festival)
Fast wie damals: Sprunghügeln beim Eifel Rallye Festival (Foto: Eifel Rallye Festival)

Ab 14:20 Uhr geht es über Schotterstrecken, zahlreichen Kuppen mit Sprunghügeln und durch Wasserläufe zum Rundkurs in Sarmersbach. Dort findet am späten Abend eine Asphaltprüfung statt. Ausgetragen bei Dunkelheit, erinnert das an die legendäre Nacht der langen Messer. Am Samstag folgen dann weitere Prüfungen. Am Samstag wird überwiegend auf festen Straßen gefahren. Die Strecke führt kreuz und quer durch die oftmals so wunderbar kurvenreiche Vulkaneifel.

Mit diesem Konzept lockt das Eifel Rallye Festival auch 2013 wieder zahlreiche Stars der Szene in die Eifel. Angeführt wir das Feld ehemaligen Rallye-Größen von Walter Röhrl. Der zweifache Rallye-Weltmeister ist, wie in den Vorjahren, Schirmherr des Eifel Rallye Festivals. Der Lange wird in diesem Jahr beim Eifel Rallye Festival ein Wiedersehen mit dem Opel Ascona 400 feiern.

1982 gewann Röhrl zusammen mit Christian Geistdörfer mit dem Opel Ascona B die Rallye-Weltmeisterschaft. Der Titel gilt auch deshalb als Meilenstein der Rallye-Geschichte, weil die beiden Deutschen sich dabei als letztes Team auf einen heckgetriebenen Rennwagen gegen die übermächtige Allradkonkurrenz durchsetzen konnten.

Walter Röhrl ist beim Eifel Rallye Festival übrigens nicht der einzige Weltmeister im Feld. Neben dem Deutschen treten auch die Schweden Björn Waldegård und Stig Blomqvist in der Eifel an. Björn Waldegård, Weltmeister 1979 wird mit einem Mercedes 500 SL aus dem Mercedes-Benz Werksmuseum unterwegs sein. Stig Blomqvist wird in der Eifel einen seltenen Mazda 323 GT-X 4WD pilotieren.

Mit dem Mazda 323 GT-X 4WD nahm Mazda ab 1986 an der Rallye-Weltmeisterschaft teil. Eingesetzt wurden die Fahrzeuge durch das von Achim Warmbold geleitete Mazda Rally Team Europe. Als 1987 die Gruppe A Fahrzeuge zur Top-Kategorie des Rallye-Sports wurden, galt Mazda als Geheimfavorit. Timo Salonen gewann im ersten Jahr sogar die Schweden-Rallye. Doch es blieb der einzige Erfolg für Mazda. Am Ende war gegen die überlegenen Lancia Delta HF 4WD-Integrale kein Kraut gewachsen. Mazda zog sich schließlich Ende 1991 frustriert aus der Rallye-Szene zurück.

Weitere Informationen zum Eifel Rallye Festival findet Ihr im Internetauftritt des Veranstalters.

 

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Walter Röhrl feierte 1982 mit seinem Copiloten Christan Geistdörfer auf dem Opel Ascona 400 die Rallye-Weltmeisterschaft – als letztes Team auf einen heckgetriebenen Rennwagen gegen die übermächtige Allradkonkurrenz! (Foto: Opel)

Walter Röhrl feierte 1982 mit seinem Copiloten Christan Geistdörfer auf dem Opel Ascona 400 die Rallye-Weltmeisterschaft – als letztes Team auf einen heckgetriebenen Rennwagen gegen die übermächtige Allradkonkurrenz! (Foto: Opel)