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BMW i3 – Revolution oder Flop

BMW i3 Produktion

Am Wochenende steht der offizielle Verkaufsstart des BMW i3 an. Mein Co-Blogger Christian und ich haben uns den Hoffnungsträger der Bayern auf der IAA schon angesehen. Auf dem Rückweg haben wir trefflich gestritten, ob dieses Elektroauto ein Erfolg wird. Jetzt steht der Bayer aus Leipzig bei den Händlern. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, den i3 auch im Alltag bestaunen zu können.

Doch wird der i3 unsere Mobilität tatsächlich verändern?

Ist die Zukunft des Autos mit dem i3 in der Gegenwart angekommen? Diese Frage regt auch andere deutsche Auto-Blogger an. Thomas Gigold hat sogar zehn Gründe für den i3 gefunden. Bei einigen dieser Gründe stimme ich Thomas zu. Trotzdem teile ich nicht alles, was er schreibt.

Dank des konstanten Drehmoments machen Elektroautos beim Fahren sogar richtig Spaß. Ich konnte das selbst Anfang des Jahres bei einem Test des Renault Twizy erfahren. Doch auch wenn der i3 ein sehr interessantes und offensichtlich durchdachtes Konzept ist, sehe ich Elektroautos zunächst weiter eher kritisch.

Denn die Vernunft mag auf Dauer für das Elektroauto sprechen. Aber ich bin ein Auto-Native, ich bin ein Petrolhead. Und gerade ausgewiesene Petrolheads überzeugt der Verbrennungsmotor mit anderen Werten. Der Sound und die Vibrationen des Motors gehören für meine Generation einfach zum Fahren dazu.

Deshalb wundert es mich nicht, dass Jens Stratmann zehn Gründe, die gegen den i3 sprechen, gefunden hat. Ich teile auch bei Jens einige Argumente. Wir wohnen in einem Altbau aus der Gründerzeit. Insofern fehlt uns die notwendige Ladeinfrastruktur. Außerdem bin ich überdurchschnittlich viel im Straßenverkehr unterwegs. Mit einer realistischen Reichweite von 160 Kilometern komme ich nicht durch den Tag. Die heute üblichen Ladezeiten sind unbequem und werden nur Anwendern gerecht, die anders fahren.

Ich werde erst zur Zielgruppe des BMW i3, wenn 2014 auch ein Range-Extender verfügbar ist. Oder ich warte auf ein Auto mit Brennstoffzelle, das mit Wasserstoff betankt wird. Denn der BMW i3 ist nicht alternativlos, wie die Auflistung der zehn Alternativen zum BMW i3 von Mikhail Bievetskiy zeigt.

Trotzdem ist der BMW i3 ein mutiger Schritt.

Ist der i3 erfolgreich, wird das Auto BMW verändern. Gerade BMW hat in der langen Firmengeschichte eine erstaunliche Wandlungsfähigkeit bewiesen. Benny Hiltscher hat zehn BMW gefunden, die in der Vergangenheit BMW verändert haben. Doch der i3 kann bzw. will mehr. Das erste in Serie produzierte Elektrofahrzeug von BMW hat den Anspruch, die Autowelt auf den Kopf zu stellen.

Das haben, wie kritische Leser jetzt anmerken werden, in der Vergangenheit schon einige Hersteller probiert. Oftmals mit erschreckend wenig Erfolg. Ihre Autos waren zu hässlich, zu teuer, zu unpraktisch oder einfach ihrer Zeit voraus. Mit sind mir zehn andere Autos eingefallen, die ebenfalls die Welt oder zumindest ihren Hersteller verändern sollten und an die Wand fuhren.

Ob das auch auf den BMW i3 zutrifft, wird sich ab dem 16. November bei ausgewählten BMW-Händlern und Niederlassungen zeigen. Und in ein paar Jahren können wir dann auch überprüfen, ob die zehn Thesen zur Zukunft des BMW i3, die Thomas Majchrzak aufgestellt hat, eingetreten sind.


BMW i3 ProduktionInfos zum Titelbild:
Am kommenden Wochenende steht der BMW i3 bei ausgewählten BMW-Händlern und Niederlassungen. (Foto: BMW)
Am kommenden Wochenende steht der BMW i3 bei ausgewählten BMW-Händlern und Niederlassungen. (Foto: BMW)
 

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