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Ein Tag frei … kein Open Flair Vestival heute!

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Eigentlich hätte ich heute AufEwald in Herten das zweite Open Flair Vestival moderiert. Doch statt inmitten luftgekühlter Porsche auf dem roten Teppich zu stehen, arbeite ich heute am Rechner. Denn das Porsche-Treffen auf Ewald findet nicht statt. Die Veranstaltung fällt heute aus. Doch es gibt Hoffnung für Porsche-Freunde. Denn am 8. Oktober gibt es beim Youngtimer Vestival Saisonfinale das „Open Flair Areal“.

Trotzdem bleibt ein schaler Beigeschmack. Denn das Porsche-Treffen AufEwald war im vergangenen Jahr trotz des schwierigen Wetters ein großer Erfolg. Eine Neuauflage war fest eingeplant. Die Mannschaft des Veranstalters hatte zahlreiche Ideen, um das Treffen auszubauen. Doch über den Winter veränderte sich rund um das ehemalige Zechengelände die Stimmung.

Zeche Ewald liegt verkehrsgünstig im Herzen des Ruhrgebiets!

Das zieht regelmäßig die unterschiedlichsten Gruppen an, die sich auf dem weiträumigen Gelände treffen. Übrigens nicht ausschließlich Auto-Freunde. AufEwald treffen sich Hundebesitzer, Gothic-Fans oder Wandergruppen und viele mehr. Sie alle nutzen das Gelände zum Chillen, Klönen oder was auch immer! Grundsätzlich kein Problem, denn gerade am Abend oder am Wochenende ist das weiträumige Gewerbegebiet ein ruhiger Ort.

Leider eine typische Szene AufEwald, statt den Mülleimer zu nutzen, werfen die Leute ihren Müll daneben. (Foto: Markus Werner)

Leider haben ein paar unverantwortliche Zeitgenossen einiges gehörig mißverstanden. Denn in der jüngeren Vergangenheit häufen sich die Klagen der Anwohner. Sie beschweren sich über eine starke Vermüllung des Geländes und den Verkehrslärm. Wobei das Zweite nicht auf die An- und Abfahrt der Geländenutzer zurückgeht. Gemeint sind teilweise unverantwortliche gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr, wie der Gesetzgeber es nennt.

Denn eine laute Minderheit nutzte das Gelände für illegale Beschleunigungs­duelle und total bescheuerte Wett­fahrten. Regelmäßig führte das Verhalten dieser unterbelichteten Autoraser zu gefährlichen Situationen für unbeteiligte Passanten. Um es ganz deutlich zu sagen: Wer im öffentlichen Straßenverkehr illegale Autorennen fährt, ist ein hirnloser Vollidiot! Ich kann den Ärger der Anwohner an dieser Stelle verstehen.

Als Motorsportler habe ich keinen Bock, mich mit ein paar Schwachköpfen, die den öffentlichen Straßenverkehr für ihre Wett­fahrten nutzen, in einen Topf werfen zu lassen. Denn um das klar abzugrenzen, mit Motorsport hat das Rasen auf öffentlichen Straßen nichts zu tun. Ein umherballender Bankräuber ist ein Krimineller und kein Sportschütze. Ich bin dafür, jede illegale Wettfahrt im Straßenverkehr als versuchten Todschlag zu bestrafen.

Zurück nach Herten!

Denn dort provozierte die laute Minderheit die Bildung einer Bürgerinitiative. Diese nahm die Politik und Verwaltung in die Pflicht. Kommunalverwaltung und Bezirksregierung griffen deutlich sichtbar ein. Seit dem Frühjahr gibt es große Barrieren auf der Albert-Einstein-Allee. Sie unterbinden die illegalen Beschleunigungsduelle. Dazu sperrte die Verwaltung den Doncaster-Platz, um hier Burnouts oder Donuts zu verhindern.

Daneben schraubte die Verwaltung die Auflagen für die offiziellen Veranstaltungen nach oben. Denn das Youngtimer Vestival, das Porsche-Treffen Open Flair Vestival oder andere Shows sind anzumelden. Für eine Genehmigung sind zahlreiche Auflagen zu erfüllen. Das kostet Geld und ist mit einigem Aufwand verbunden. Seit Anfang dieses Jahres müssen viele Veranstalter für ihre Events ein teures Lärmschutzgutachten vorweisen.

Als Folge der allgemeinen Terrorgefahr sind dazu auch Anforderungen an Ordnungs- und Sicherheitskonzepte deutlich gestiegen. Auch das noch! Doch die wesentlichen Anforderungen gehen auf eine kleine Minderheit zurück. Sie hat das Gelände AufEwald in Herten über Jahre für eine kriminelle Kraftmeierei mißbraucht. Die Zeche zahlen jetzt die, die sich friedlich mit anderen Oldtimer- oder Youngtimer-Freunden treffen wollen.

Die nächste Chance zum gemütlichen Treffen AufEwald gibt es am 8. Oktober 2017 beim Youngtimer Vestival Saisonfinale. Dort findet dann gleichzeitig auch das Open Flair Vestival statt. Denn für Porsche bis Baujahr 1997 wird es beim nächsten Youngtimer Vestival ein spezielles Areal auf dem Gelände geben.

Am 8. Oktober 2017 findet das Youngtimer Vestival Saisonfinale statt. (Anzeige)

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Infos zum Titelbild des Beitrags in diesem Auto-Blog:
Sicherheitsbarriere AufEwald. Die Anschrift meint hoffentlich die, die die Verwaltung dazu brachten, so eine Barriere auf zu stellen.

Foto: Markus Werner
 

3 Kommentare

  1. Pingback: Notizen vom Mikro – Open Flair Vestival Herten 2017 - Oldtimer-Revier - das persönliche Blog von Tom Schwede

  2. Das kann ich so leider nur bestätigen. Über 7 Jahre habe ich dort 12 kleinere Treffen unseres Mondeo-Forums veranstaltet, nie gab es Probleme, eher sogar Lob vom Ordnungsamt. Der Platz war nach den Treffen sauberer als vorher weil sich Fastfood-Tüten auf Fotos nicht gut machen. Wenngleich man die Anwohner verstehen kann, leiden viele Vernünftige unter wenigen Unvernünftigen. Der Doncaster Platz ist prädestiniert für Treffen, aufgrund der Lage, des Cafés/Imbiss in Laufweite, der Möglichkeit auf der Halde spazieren zu gehen (für weniger Autointeressierte Begleitpersonen), so etwas anderswo zu finden ist nahezu unmöglich. Leider wird man wenn das Wort Auto im Bezug zum Treffen steht auch in einen Topf mit denen geworfen, die ihre Klappenauspuffanlage in der Stadt ausleben, da man ja auf der Landstraße kein Publikum hat. Insgesamt eine sehr unschöne Entwicklung.

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