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Ein typischer Tag in Papenburg: Auto-Blogger ohne Smartphones und viele Testkilometer in Hockenheim

Dank der Meyer-Werft findet Papenburg regelmäßig in den Nachrichten statt. Schiffe, zumal so große, wie hier gebaut werden, begeistern die Menschen. Und so schaffen es die Überführungen der Ozeanriesen, die rund 30 Kilometer von der Küste entfernt entstehen, immer wieder ins Bewusstsein der Nation.

Eingang ATP-Papenburg

Dieses Foto vom Eingang zum Testcenter ATP-Papenburg ist zurzeit das einzige Foto, das wir haben. Denn auf der gesamten Anlage bestand heute absolutes Fotoverbot.

Doch Papenburg hat, wie wir heute zusammen mit einigen anderen Auto-Bloggern auf Einladung von Bilstein erfahren dürften, noch viel mehr zu bieten. Denn die Autoindustrie nutzt das in Papenburg gelegene Testgelände, um Neuheiten zu entwickeln. Das Areal bietet zahlreiche Möglichkeiten, um Autos zu testen. Seit dem Besuch im Testcenter Papenburg weiß ich, dass es Leute gibt, die die Macken in ihren Alphaltband Anregungen nennen und pflegen, weil sie gewollt sind.

Gewollt, weil diese Anregungen das Fahren im Papenburg zum Zeitraffer und Testergebnisse über Jahre vergleichbar machen. Ein auf dem Testgelände befahrener Kilometer entspricht einer Vielzahl von Kilometern im Alltag des Straßenverkehrs. Wenn man sieht, wie im Emsland sonst scheinbar die Zeit stehen geblieben ist, dann ist das ein ganz besonderer Kontrast.

Eine Herausforderung war auch, dass auf der Anlage ein absolutes Foto- und Handyverbot herrscht. Grund war, dass die Firma „ATP Automotive Testing Papenburg“ davon lebt, dass die Industrie im Emsland ihre Autos testet. Was offensichtlich reichlich genutzt wird, denn während wir auf dem Gelände waren, testete Mercedes-Benz in Papenburg das neue Coupé der S-Klasse und die neue C-Klasse, die auf dem Autosalon in Genf im Frühjahr 2014 vorgestellt wird.

Da die Prototypen der C-Klassen-Baureihe W205 in Papenburg fast völlig ungetarnt unterwegs waren, herrschte in Papenburg während unseres Testtags Ausnahmezustand und Bild vom Eingang unser einziges eigenes Foto. Sieben Stunden ohne Smartphone hat bei einigen der Auto-Blogger für echte Entzugserscheinungen gesorgt. Zum Glück konnten wir uns mit zahlreichen Kilometern auf dem Rundkurs beruhigen und jede Menge über Stoßdämpfer und Fahrdynamik lernen.

Der Rundkurs ist ein Nachbau des kleinen Kurses von Hockenheim. Ohne die großen Tribünen des Motodroms fehlen zwar einige bekannte Bezugspunkte, die Strecke selbst entspricht jedoch dem Original, wenn auch vor den jüngsten Umbauten. Die erste Kurve im Papenburg zum Beispiel ist enger als sie heute in Hockenheim ist.

Bei ausgedehnten Testfahrten bestand die Möglichkeit, drei unterschiedliche Fahrwerke von Bilstein mit dem Serienfahrwerk zu vergleichen. Als Referenzfahrzeug standen vier Mercedes C300 zur Verfügung. Zudem konnten wir einen Porsche Carrera S fahren, der serienmäßig mit einem Fahrwerk von Bilstein ausgerüstet wird.

Selbst ans Lenkrad des Porsche der Baureihe 991 durften wir auf dem „Hockenheimring“, als Beifahrer konnten wir auch das große Oval des Testcenters in Papenburg erkunden. Nun weiß ich, dass es ein ganz besonders Gefühl ist, mit 250 Kilometern durch eine Steilkurve zu fahren. Mehr zum Testtag in Papenburg folgt in den nächsten Tagen in diesem Auto-Blog.

8 Kommentare

  1. Alterverwalter, wie hast Du das ausgehalten?

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