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Hast Du eine Idee, warum die kleinen Räder unterschiedlich schnell sind?

Vor ein paar Tagen war ich zu Gast bei LANXESS in Leverkusen. Bei meinem Besuch sah ich diesen interessanten Versuchsaufbau. Die Geschichte dahinter ist schnell erzählt.

Zu den Produkten, die LANXESS anbietet, gehören synthetische Kautschukprodukte für die Reifen- und Gummi-Industrie. Das im DAX gelistete Unternehmen liefert seine Produkte an viele wichtige Reifenhersteller. Dabei nimmt das Chemie-Unternehmen mehr Einfluss auf die Endprodukte, als mir vor dem Besuch bewusst war. Denn das aus Kautschuk, Füllstoffen wie Ruß, Silica, Kohlenstoff und Kreisde sowie Weichmachern (Öle und Harze) gefertigte „Gummi“ der Reifen kann ganz unterschiedliche Eigenschaften haben.

Möglich sind genauso extrem dämpfende Mischungen, wie Mischungen, die extrem federn. Ein Flummi ist das eine Extrem. Es ist kein großes Problem, einen identisch aussehenden Ball zu fertigen, der überhaupt nicht springt. Rollen beide Bälle gleichzeitig von einem Tisch, springt der Flummi munter durch den Raum – während sein „Bruder“ einfach liegen bleibt. Aus solchen Mischungen sind die Gummi-Federelemente im echten Mini gefertigt.

Und genau dieses unterschiedliche Verhalten ist auch für die Reifenindustrie interessant. Denn sie bewegt sich im Spannungsdreieck zwischen Langlebigkeit, Rollwiderstand und Haftung. Womit wir wieder bei dem kleinenVideo sind. Denn beide Räder bekommen den gleichen Anstoß. Trotzdem rollt das grüne Rad schneller durch den Versuchsaufbau.

Sein Geheimnis ist eine Gummi-Mischung, die besonders wenig Rollwiderstand bietet. Ein Reifen aus dieser Mischung wäre – ganz vereinfacht gesagt – sehr Benzinsparend. Im Gegenzug würde dieser Reifen über weniger Haftung und einen längeren Bremsweg verfügen.

3 Kommentare

  1. Karsten Winkler

    Die KREISE bei den Zutaten für die Reifen sind bestimmt dafür, das die Reifen rund werden ;-)

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