Die Mondfinsternis und der Blutmond vorgestern Abend waren ein astronomisches Jahrhundertereignis. Ähnlich lange wie am Freitagabend taucht der Mond erst in 105 Jahren wieder in den Schatten der Erde ein. Deshalb zog das Spektakel am Himmel die Menschen in ihren Bann. Bei Facebook, Twitter und Instagram tauchten seit Freitag zahlreiche Bilder des rot gefärbten Monds auf … Hashtag „Bloodmoon“.

Welches Auto paßt zum Blutmond?

Als wir bei 1300ccm.de im Frühjahr darüber nachdachten, welches Auto zur Mondfinsternis paßt, schlug Karla den Reliant Robin vor. Denn auch der britische Kleinwagen sei mit seinen drei Rädern eine Abweichung von Normalzustand. Ich merkte, dass Karla das Thema Mondfinsternis nicht besonders Ernst nahm. Doch auch meine Gedanken brachten mich zunächst nicht weiter. Ich spielte gedanklich Fahrzeuge aus Kinofilmen und der Literatur durch. Irgendwie landete ich ständig beim Batmobil des Comicsuperhelden Batman.

Ich überlegte schon, ob ich beim Moviepark in Bottrop nachfrage, ob dort ein Filmfahrzeug verfügbar sei, das wir für eine Geschichte zur Mondfinsternis nutzen können. Doch dann nahm Mitsubishi mir die Suche ab. Denn zum Programm des japanischen Autobauers gehört der Mitsubishi Eclipse Cross. Der kompakte SUV trägt die Finsternis im Namen. Nach der Premiere 2017 in Genf gibt es den 4,40 Meter langen SUV inzwischen auch bei den Händlern. Mit dem Eclipse Cross schließt Mitsubishi die Lücke zwischen dem Crossover ASX (4,30 Meter) und dem deutlich größeren Outlander (4,70 Meter).

Fotos vom Mitsubishi Eclipse Cross

 

Mit dem Namen „Eclipse Cross“ bezieht sich Mitsubishi übrigens auf den vor sechs Jahren eingestellten Sportwagen Eclipse. Doch anders als der Sportwagen, der einer Kooperation mit den Chrysler-Töchtern Plymouth und Eagles entstammte, ist der SUV ein richtiger Japaner. Denn den Sportler baute Mitsubishi im extra dafür gebauten Werk in Normal, Illinois, USA. Der SUV entsteht im „Mizushima Vehicle & Powertrain Plant“ in Kurashiki in der japanischen Präfektur Okayama.

Mitsubishi legt zurzeit ein bemerkenswertes Comeback hin!

Dass ich bei der Suche nach dem passenden Auto für die Mondfinsternis nicht sofort beim Mitsubishi landete, ist fast schon symptomatisch. Der japanische Autobauer verkauft seine Autos seit 1977 in Deutschland. Doch nach einigen Erfolgen in den 1980er- und den frühen 1990er-Jahren, gerät das Unternehmen mit der Asienkrise zunehmend in schwere Fahrwasser. Der Marktanteil in Deutschland sank ab 1997 kontinuierlich.

Seit 2006 trugen stets weniger als ein Prozent der in Deutschland neuzugelassenen Fahrzeuge die drei Diamanten im Kühlergrill. Der Tiefpunkt war 2013 erreicht, als nur noch etwas mehr als 21.000 Neuwagen von Mitsubishi den Weg auf die Straße finden. Im Frühjahr 2014 verkauft die Mitsubishi Motors Corporation 75% der „Mitsubishi Motors Deutschland GmbH“ an die Schweizer Emil Frey-Gruppe. Aus der „Mitsubishi Motors Deutschland GmbH“ wurde mit dem Einstieg der Frey-Gruppe die MMD Automobile GmbH.

Unter der Führung der Emil Frey-Gruppe gelang die Wende. Der Absatz stabilisierte sich. 2017 war die Marke Mitsubishi schon für mehr als 45.000 Neuzulassungen gut. Das war das beste Ergebnis seit 17 Jahren. In diesem Jahr strebt Mitsubishi der Marke von 50.000 Neuzulassungen entgegen. Die neue Mitsubishi-Deutschland-Zentrale im hessischen Friedberg ist auch ein Spiegel des zurückkehrenden Selbstbewusstseins. Denn in Friedberg entstanden mit einer Investition von rund 6,5 Millionen Euro modern ausgestattete Arbeitsplätze für die 185 deutschen Mitsubishi-Mitarbeiter.

Neben Vertrieb und Marketing zogen auch der Fuhrpark der Presseabteilung sowie das Mitsubishi-Schulungszentrum nach Friedberg. Damit sind jetzt erstmals in der Geschichte von Mitsubishi in Deutschland alle Betreuer der rund 600 Mitsubishi-Händler und Servicepartner unter einem Dach vereint. Für MMD Automobile Geschäftsführer Dr. Kolja Rebstock, der 1300ccm.de am Freitag die neuen Räume in Friedberg zeigte, ist das ein wichtiger Baustein für das weitere Wachstum der Marke.

Unterwegs im Mitsubishi Eclipse Cross

Nach der Besichtigung der Räume und Werkstätten in Friedberg mache ich mich im Mitsubishi Eclipse Cross auf dem Weg. In der hessischen Provinz zwischen Friedberg und Bad Neuheim finde ich einen Golfplatz. Von hier ist bei gutem Wetter sogar die Skyline von Frankfurt zu erkennen. Jetzt hilft, dass auf dem Gelände des Golfklubs wenig von Menschen erzeugtes Licht beim Blick in den Himmel stört.

Der Weg von der deutschen Mitsubishi-Zentrale zu dem Golfplatz ist zu kurz, um einen seriösen Fahrbericht über den Mitsubishi Eclipse Cross zu verfassen. Ich bin mit dem 1,5-Liter-Ottomotor mit Turboaufladung unterwegs. 163 PS stehen nominell zur Verfügung. Sie fließen über ein stufenloses Getriebe (CTV) und bei Bedarf auch alle vier Räder auf die Straße. Doch die Fahrt zur Mondfinsternis sorgt allenfalls für einen ersten Eindruck. Wie sich der Mitsubishi Eclipse Cross wirklich fährt, muss in Kürze ein Alltagstest zeigen.

 

1300ccm.de - Auto-Blog für Auto-Natives ist auch bei Facebook. Wir freuen und über ein Like.




Ähnliche Artikel


Infos zum Titelbild des Beitrags in diesem Auto-Blog:

Mit dem Mitsubishi Eclipse Cross bei der Mondfinsternis

Foto: Tom Schwede


Write A Comment