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Sensation: Opel ab 2014 mit dem ADAM F1.4 in der Formel 1

ADAM F1.4

Lange haben die Verantwortlichen in Detroit und Rüsselsheim das Geheimnis bewahrt. Doch wer sich der Herausforderung Formel 1 stellt, der ist nicht immer Herr des Verfahrens. Bei der FIA in Paris sickerte heute durch, dass Opel 2014 mit dem ADAM F1.4 in der Formel 1 antreten wird.

Hintergrund ist, dass die Verantwortlichen unverzüglich den durch die Pleite von HRT freigewordenen Platz in der Formel 1 neu vergeben möchten. Schließlich garantieren die Verträge den Veranstaltern der Formel-1-Rennen in der Regel 26 Fahrzeuge. Anders als 2010, als sich überwiegend kleine Teams zum F1-Einstieg entschlossen, nahm die FIA diesmal bewusst die großen Hersteller ins Visier.

HRT machte den Platz für Opel frei

Doch weder VW noch Toyota hatten Lust auf die Königsklasse des Motorsports. Sie bleiben, anders als nun General Motors, lieber in Le Mans aktiv. Die Amerikaner hatten schon in der Vergangenheit mehrfach mit dem Gedanken gespielt, ihre Produkte in der Formel 1 in die Auslage zu stellen. 1986 erwarb General Motors dazu sogar die britische Sportwagenschmiede Lotus. Doch die Amerikaner merkten schnell, dass das Team Lotus damals gar nicht Bestandteil des Kaufs war.

Nach dem Gewinn der Tourenwagen-Weltmeisterschaft mit dem RML-Team des Briten Ray Mallock entstand der Wunsch nach einer Werbebühne, die mehr Beachtung als die WTCC findet. Mit der Einführung der 1,6-Liter-Motoren in der Formel 1 ergibt sich im kommenden Jahr eine historisch günstige Gelegenheit zum Einstieg in die Königsklasse, weil alle Teams neue Fahrzeuge für die neuen Motoren bauen müssen. Bereits seit Ende 2012 hat der Motorenbauer Katech den „Corvette Powertrain LS1.6R“ genannten Motor auf dem Prüfstand laufen. Katech hat für General Motors bereits den wundervollen 7-Liter-V8 der Chevrolet Corvette C6.R für Le Mans gebaut.

Beim Chassis greift General Motors auf die Erfahrungen der Firma Holzer zurück. Die F1-erfahrenen Konstrukteure Jackie Eeckelart und Stephane Chosse haben dort vor einem Jahr das Chassis für HRT entworfen und gebaut. Auch 2013 sollte in Bobingen bei Augsburg das Einsatzfahrzeug für HRT entstehen. Nun hat der Belgier Eeckelart daraus den „ADAM F1.4“ abgeleitet.

Beim Einsatzteam wurde General Motors in Deutschland fündig

Ursprünglich sollte Ray Mallock mit seiner RML-Group den Einsatz übernehmen. Doch der Brite wollte aus finanziellen Gründen die Briten Tom und Max Chilton in die Fahrzeuge setzen. General Motors bestand vor dem Hintergrund des möglichen zweiten US-Rennens sowie eines Starts in Mexiko auf einen Amerikaner. So übernimmt nun Mücke Motorsport aus Berlin den Einsatz. Da an diesem Team der ehemalige Formel-1-Pilot Ralf Schumacher beteiligt ist, gerät dessen plötzlicher Rücktritt aus der DTM mit der Nachricht heute früh in ein anderes Licht.

Schumacher soll das Team im Debütjahr als Fahrer anführen, um 2015 die Rolle des Teamchefs an der Boxenmauer zu übernehmen. Als zweiter Pilot des Teams geht US-Boy Tommy Milner an den Start. US-Rennamazone Danica Patrick hatte vor einigen Wochen – nach Gesprächen mit General Motors – erklärt, nicht in die Formel 1 wechseln zu wollen. So entschied sich GM-Projektmanager und Teamchef Doug Fehan für seinen bisherigen Corvette-Piloten. Doug Fehan zur Seite stehen wird der ehemalige Grand-Prix-Pilot Rikky von Opel, der als Mitglied der Familie von Opel die Verbindung zur FIA halten wird.

Opel Irmscher F1 Team

Antreten wird General Motors übrigens als „Opel Irmscher F1 Team“. Aus Detroit war am frühen Morgen noch keine Stellungnahme zu bekommen. Doch Konzernkenner gehen davon aus, dass die Namenswahl als Bekenntnis zu Opel und zum Standort Deutschland zu verstehen ist. General Motors will mit dem Schritt das Image der Marke Opel verbessern.

Zudem wird in Bochum, nach dem voraussichtlichen vorzeitigen Ende der Zafira-Produktion, gerade eine hervorragende Betriebsstätte für die Unterbringung des Teams frei. Aus Kostengründen sollen die dort gerade zum 50. Jubiläum des Standorts geputzten Opel-Schriftzüge weiterverwendet werden, da man die Hausmeistermannschaft in Bochum schon zum 1. April dieses Jahres freigestellt hat.

Nachtrag von 9:00 Uhr
So eine Nachricht findet natürlich weite Beachtung. Bereits jetzt haben zahlreiche Redaktionen die Nachricht aufgenommen. Wer mehr zum Einstieg von Opel in die Formel wissen will, wird hier fündig:

6 Kommentare

  1. Ulk-Nudel

    APRIL APRIL,

    klasse Joke, wäre ja zu schön um war zu seien.

  2. ja ne is kla !!! Opel Bochum wird zu gemacht und Opel is Pleite so wie GM kein geld hat aber steigt in die F 1 ein klasse April Scherz aber leider auf die Kosten der Opelaner statt so ein schrott zu schreiben kauft lieber keine Chevrolets mehr und keine ami karren

  3. Maxim Krycewulski

    Die Vermutung hatte ich auch lange. Jetzt wird es endlich bestätigt.
    Da freut man sich ja noch mehr auf die Saison 2014.

  4. Nicht witzig. Auch wenn es ein April Scherz sein soll.

  5. Ach, ich finde das komisch. Weil es den Brüdern leider zuzutrauen ist.

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