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Techno Classica im Rückspiegel, Spannendes voraus – Worte am Sonntag, Dienstagsausgabe, Wochenrückblick #13-2014

Wochenrückblick Rückspiegel

Sonntags gibt es hier einen Wochenrückblick. Naja, vorgenommen haben wir uns das. Klappt nicht immer. In der vergangenen Woche fehlte einfach die Zeit, um den eigenen Anspruch zu befriedigen. Trotzdem will ich die Rubrik auch in dieser Woche bedienen. Denn die zurückliegende Woche war dank der Techno Classica reich an Höhepunkten.

Was war?

Die größte Oldtimer-Messe der Welt fand auch 2014 wieder direkt vor unserer Haustür in Essen statt. Nach offiziellen Angaben begeisterte die Techno Classica wieder rund 190.000 Besucher. Trotz des guten Wetters und der Streiks im Nahverkehr lag der Besucherzuspruch auf dem Niveau des Vorjahrs. Als ich am Sonntag, kurz vor dem Ende meine letzte Runde auf der Techno Classica 2014 drehte, sah ich viele glückliche Gesichter.Im Vergleich zu den Vortagen hatte die Zahl der „verkauft“ Schilder deutlich zugenommen, obwohl die Zeit der Schnäppchen auch in Essen wohl vorerst vorbei ist.

Ich beschäftige mich zurzeit mit der Idee, mir in Großbritannien fast 30 Jahre alten Bentley zu kaufen. Ein 1985er Mulsane oder Eight wäre im nächsten Jahr bei uns reif für ein H-Kennzeichen. Auf der Insel werden die Limousinen der Oberklasse, die einst die S-Klasse von Mercedes herausfordern sollten, immer noch für – relativ – kleines Geld angeboten. Relativ zumindest im Vergleich zu den teilweise unverschämten Preisen, die in Essen aufgerufen wurden. Innerhalb weniger Jahre haben einige der Preisvorstellungen teilweise absurde Züge erreicht.

Peter murmelte beim Besuch auf dem Messegelände nicht nur einmal, dass da ein Einfamilienhaus stehe. Bei Fahrzeugen wohlgemerkt, die vor kurzer Zeit noch für deutlich unter 50.000 Euro angeboten wurden. Trotzdem war die Techno Classica 2014 sehenswert. Ich habe sie, mangels konkretem Kaufinteresse einfach als temporäres Museum genossen. Wohlwissend, dass dieses Museum in dieser Form, in dieser Zusammensetzung so wohl nie wieder zu sehen sein wird. Die nächste Techno Classica wird allenfalls ähnlich, nicht genauso.

Interessant, das Engagement der großen Hersteller

Altwagen sind nicht mehr nur ehemalige Volumenmodelle, die von Breitreifenfanatikern mit Duftbaum am Spiegel verheizt werden. Denn die Fahrzeuge, die diese Besitzer überlebt haben, gelangen oft in die Hände von lukrativen Kunden, die sich für Originalersatzteile interessieren. Gleichzeitig sind Oldtimermessen für die Hersteller längst auch eine Maßnahme zur Imagepflege.

Mercedes-Benz 300 SL

Mercedes-Benz auf der Techno Classics 2014 (Foto: Karla Schwede)

Insbesondere Mercedes hat auf der zurückliegenden Techno Classica die Messlatte deutlich nach oben gelegt. Mercedes stellte auf seinem Stand die umfangreiche eigene Motorsportgeschichte in den Mittelpunkt. Die Präsentation glänzte mit einem klaren Konzept. Beeindruckend das Hochregal, indem einige der insgesamt 36 Rennwagen ausgestellt waren. Nicht minder beeindruckend die Zeitläufte, denen die Besucher beim Passieren der ausgestellten Fahrzeuge folgen konnten.

Es gab den Handlungsstrang der Grand Prix Rennwagen, den der Sportwagen. Einen für Le Mans und (natürlich) auch einen zur DTM. Mit dieser Installation, ich verwende diesen Begriff, weil ich den Stand als Kunstwerk verstehe, hat Mercedes-Benz definitiv neue Maßstäbe gesetzt. Ich bin wirklich gespannt, ob einer der anderen Hersteller den Ball aufnimmt, sein eigenes Konzept weiter entwickelt und so die Herausforderung aus Stuttgart annimmt.

Was kommt?

Obwohl wir in diesem Jahr wirklich viel über die Techno Classica geschrieben haben, konnten wir noch nicht alles veröffentlichen, was sich in den fünf Tagen der Messe in unseren Köpfen und unseren Kameras als geeignete Themen angesammelt hat. Einige Outtakes hat Karla bereits in ihrem Foto-Blog genutzt. Weitere etwas ausführlichere Geschichten werden wir Euch in den nächsten Wochen hier auf 1300ccm.de vorstellen.

Unabhängig davon werden wir uns in der nächsten Zeit wieder etwas mehr mit neuen Fahrzeugen beschäftigen. Den Anfang haben wir gestern mit einem Fahrbericht über den Seat Ibiza 1.2 gemacht. Der 105 PS starke Kleinwagen wusste im Test durchaus zu überzeugen. In den kommenden Wochen haben wir die Gelegenheit, uns mindestens zwölf weitere Fahrzeuge für Euch im Detail anzusehen. Es wird also ziemlich spannend werden, hier im Auto-Blog für echte Auto-Natives.

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